Auf der Suche nach geeigneter Ernährungsberatung - Vergleich angebracht!

Ein guter Anhaltspunkt für einen guten Ernährungsberater ist seine Ausbildung, die ihm fundiertes Wissen vermittelt hat und ihn zu einem qualifizierten Berater macht. Ein Vergleich verschiedener Berater ist aber nie verkehrt


Der Begriff des Ernährungsberaters ist nicht geschützt. Ein guter Anhaltspunkt für einen „guten“ Ernährungsberater ist seine Ausbildung, die ihm fundiertes Wissen vermittelt hat und ihn zu einem „qualifizierten“ Berater macht.
Einige Verbände bieten Rat bei der Suche an. Dazu gehören zum Beispiel der Verband der Diplom-Oecotrophologen e.V. (VDOE), der Verband der Diätassistenten Deutscher Bundesverband e.V. (VDD) und der Berufsverband Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM). Alle drei haben als Dachorganisation eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, die sich der Fortbildung und Qualitätssicherung verschrieben hat. Ernährungs- und Hygienetechniker und Ernährungswissenschaftler mit Diplom gehören ebenfalls dazu. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) wurde 1996 ein Curriculum entwickelt, das in umfassenden Seminaren mit anschließendem Zertifikat erworben werden kann.

Fragen Sie Ihre Krankenkasse
Eine Nachfrage bei den Krankenkassen ist zum Auffinden guter Berater ebenfalls sinnvoll, da sie teilweise die Kosten für die Ernährungsberatung erstatten. Sie kooperieren aus diesem Grund mit sehr gut ausgebildeten Partnern mit Qualifikationsnachweis. Viele Ernährungsberater haben eine Berufshaftpflicht abgeschlossen, da eine falsche Ernährungsberatung manchmal auch Schaden anrichten kann und somit ein weitreichender Klientenschutz gewährleistet ist.

Kooperationspartner
Bei der Suche nach geeigneter Beratung ist der Weg oder ein Anruf bei der Verbraucherzentrale hilfreich. Zum Beispiel bietet die Verbraucherzentrale in Nord Rhein Westfalen eine Ernährungsberatung per Telefon an, die zwar kostenpflichtig ist, aber bei aktuellen Verunsicherungen wie beim Thema „Fleischskandal“ hilfreich ist. Mittlerweile sind auch einige „Präventionskampagnen“ wie beispielsweise „Fit for Kids“ oder „Five a Day“ entstanden, die zur ersten Sensibilisierung in Ernährungsfragen sehr gut geeignet sind. Im besten Fall tragen sie dazu bei, dass mangelhaftes Essverhalten korrigiert wird.

Auch im Internet bieten einige Krankenkassen mittlerweile Informationsportale an, die kommunikativ angelegt sind. Es können dort erste Fragen beantwortet werden.

Die beste Ernährungsberatung ermöglicht dem Kunden Handlungsalternativen zum bisherigen Essverhalten, die sich zur Fähigkeit etablieren, die Gesundheit durch das eigene Essverhalten positiv zu beeinflussen und Freude am Essen und am eigenen Handeln entstehen lässt.

Schwarze Schafe auf dem Ernährungsberatermarkt
Eine vorherige umfassende Recherche und ein Vergleich vor einer geplanten Ernährungsberatung ist unumgänglich, da viele selbst ernannte Experten mit den qualifizierten Beratern um die Gunst neuer Klienten buhlen.
Anzeichen mangelnder Seriosität findet man beispielsweise im Produktverkauf mancher Berater, wobei sehr wohl auch gute Produkte angeboten werden können. Die Seriosität, zumal in einem Vertrauensverhältnis, wie es bei einer Ernährungsberatung zwischen Kunde und Berater besteht, verlangt aber auch, dass man „Nebengeschäfte“ vermeidet. Aus naheliegenden Gründen ist dieses Phänomen auch manchmal in Apotheken zu finden.