Auf Internetseiten anmelden - Vorsicht ist besser als Nachsicht

Möchte man sich auf Internetseiten anmelden, so sollte man sich über die Risiken einer Anmeldung bewusst sein und einige wichtige Tipps beachten.


Spätestens nach dem Sony Skandal, bei welchem im April 2011 mehr als 75 Millionen Kundendaten gestohlen wurden, wird in den Medien zunehmend zur Vorsicht bei Anmeldungen geraten.

 

 

Allgemeine Geschäftsbedingungen

  • Prinzipiell laufen Anmeldungen im Internet stets nach dem gleichen Schema ab. Der potentielle Kunde wird gebeten, bestimmte personenbezogene Daten anzugeben und die AGBs, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, zu akzeptieren.

 

  • Mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen sichert sich der Anbieter rechtlich ab und legt das juristische Verhältnis zwischen sich und dem Kunden fest. Wer sich auf Internetseiten anmelden möchte, kommt an diesem Schritt oftmals nicht vorbei.

 

  • Die wenigsten lesen sich die diese AGBs durch. Dies liegt einerseits am enormen Textumfang, andererseits an den komplizierten Formulierungen, die oftmals nur Juristen völlig verstehen können.

 

  • Man sollte jedoch die AGBs zumindest nach bestimmten Stichworten wie „Kosten“, „Euro“ oder „Gebühr“ durchsuchen, um versteckten Kostenfallen aus dem Weg zu gehen. Bei den meisten Browsern kann man das Durchsuchen mit der Tastenkombination STRG+F durchführen.

 

Spam? - Nein danke!

  • Doch nicht nur finanzielle Schäden können mitunter bei unvorsichtigen Anmeldungen entstehen. Auch kommt es nicht selten vor, dass sensible Daten an Dritte weitergegeben werden. Beispielsweise geben manche Anbieter Adressdaten und Telefonnummern an Werbeunternehmen weiter. Dies sollte man stets im Hinterkopf behalten, wenn man sich auf Internetseiten anmelden möchte. Um derartiges zu verhindern, sollten Sie nicht zustimmen, wenn Sie nach der Weitergabe von Daten an Dritte gefragt werden.

 

  • Andernfalls könnten Sie schon bald mit Spamnachrichten und einem randvollen Briefkasten konfrontiert werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn man sich – wie auf vielen Websites inzwischen möglich – über soziale Netzwerke wie Facebook anmeldet. Gegebenenfalls sollte man in den eigenen Kontoeinstellungen überprüfen, dass dem Anbieter nur die Daten zu Verfügung gestellt werden, die man auch wirklich preisgeben möchte.

 

  • Vorsicht ist auch bei der Wahl des Passwortes geboten: das neu gewählte Passwort sollte unter keinen Umständen einem bereits verwendeten Passwort entsprechen. Jeder Internetdienst, der von Ihnen genutzt wird, sollte mit einem anderen Passwort gesichert sein. Wenn man sich auf Internetseiten anmelden möchte, gelten bei der Wahl des Passwortes folgende Regeln: wählen Sie eine abstrakte Kombination aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen. Sichere Passwörter bestehen zudem aus mindestens 6 Zeichen.