Aufgebot bestellen - Tipps für Brautleute

Das Aufgebot bestellen? Mit der richtigen Vorgehensweise steht dem ersten Schritt auf dem Weg zur Hochzeit nichts mehr im Wege. Stellen Sie sicher, dass Sie alle nötigen Papiere vorlegen können - dann können Sie getrost zum Altar schreiten.


Wer im Vorfeld der Hochzeit das Aufgebot bestellen möchte, muss an einiges denken. Ursprünglich stammt diese Tradition aus dem Kirchenrecht und wurde 1215 eingeführt. Mit einer Öffentlichkeitmachung der beabsichtigten Eheschließung sollten damals Hindernisse wie beispielsweise eine bereits bestehende Ehe ausgeschlossen werden. Aufgrund der modernen elektronischen Führung von Melderegistern ist das Aufgebot eine reine Formalität geworden, Ehehindernisse werden heute durch die Abgabe von Papieren ausgeschlossen.

Im Vorfeld einige bürokratische Hürden überwinden

  • Bevor ein Liebespaar den endgültigen Gang zur Kirche oder zum Standesamt antritt, um sich im Kreise seiner Verwandten und Freunde das Ja-Wort zu geben, muss noch einiges an verwaltungstechnischem Aufwand erledigt werden. Um im Standesamt das Aufgebot zu bestellen, sollte man sich vorher ausführlich erkundigen, was noch alles erledigt werden muss und welche Papiere mitzubringen sind.
  • Da eine Heirat ein Leben lang halten soll, muss auch im Vorfeld bereits einiges an Zeit investiert und Material zusammengestellt werden, das den Willen beider Partner zur Hochzeit untermauert. Nur so ist die dann geschlossene Ehe rechtskräftig.
  • Beginnen Sie rechtzeitig damit, alle Unterlagen zusammenzusammeln und vorzulegen. Durch den organisatorischen Aufwand einer Hochzeit lässt sich nicht alles gleichzeitig erledigen. Teilen Sie sich die zu erledigenden Dinge also im Vorgeld genau ein und überlegen Sie, wann Sie was machen.

Alle nötigen Papiere im Überblick

  • Beide Heiratswillige müssen Unterlagen zur Identifizierung der eigenen Person vorlegen: Dabei handelt es sich um einen gültigen Ausweis wie Reisepass oder Führerschein, und um eine Aufenthaltsbescheinigung, die beim zuständigen Einwohnermeldeamt beantragt werden kann.
  • Des Weiteren benötigt man eine beglaubigte Abschrift des Familienbuches, die man direkt auf dem zuständigen Standesamt erhält. Alternativ wird auch eine Geburtsurkunde oder eine Abstammungsurkunde beider Elternteile akzeptiert - beide Dokumente kann man ebenfalls am Standesamt anfordern.
  • Tritt einer der Partner nicht das erste Mal vor den Traualtar oder waren beide schon einmal verheiratet, sind auch die beglaubigte Abschrift des Familienbuches der vorangegangenen Ehen sowie die Scheidungsurteile mitzubringen, wenn Sie Ihr Aufgebot bestellen wollen.
  • In besonderen Situationen werden weitere Papiere verlangt - beispielsweise, wenn einer der Partner adoptiert wurde. Dazu sollte man telefonisch die Auskunft beim Standesamt einholen und sich ausführlich erkundigen, welche Urkunden in dem speziellen Fall noch erforderlich sind. Wichtig ist außerdem zu beachten, dass die vorgelegten Papiere nicht älter als sechs Monate sein dürfen. Aufgebot bestellen und ab vor den Traualtar, denn die Trauung muss innerhalb von sechs Monaten vollzogen werden.