Aufhören zu Rauchen - aber wie?

So viele wollen es, doch können es nicht - aufhören zu Rauchen. Denn Nikotin hat die Wirkung, zu beruhigen, zu belohnen oder aufzumuntern. Um aufzuhören, bedarf es einer guten Grundeinstellung.


Fast jeder Dritte der rund 20 Millionen deutschen Raucher möchte gerne Aufhören zu Rauchen. Doch um sich von seinem Suchtverhalten zu befreien, bedarf es einen festen Entschluss, Willensstärke und ausreichend Motivation in schwierigen Phasen.

Fester Entschluss wichtig

Die meisten Raucher haben irgendwann endgültig die Nase voll von ihrer Zigarette. Je fester der Entschluss ist, mit dem Rauchen aufzuhören, desto besser sind die Erfolgschancen. Denn je wichtiger für den angehenden Ex-Raucher ein rauchfreies Leben ist, desto größer sind seine Chancen darauf. Ein wenig Selbsterkenntnis ist ebenfalls ausgesprochen hilfreich. Wer sich klar macht, warum und in welchen Situationen er raucht, den überfällt am Tag X, dem ersten Tag als Nichtraucher, das Verlangen nach einer Zigarette nicht gänzlich unvorbereitet. Für die meisten Raucher sind vor allem drei Situationen gefährlich: Stress, emotionale Durchhänger und das Zusammensein mit anderen Rauchern.

Wirkung

Die Wirkung einer Zigarette hängt von der Situation ab, in der man sie raucht. Nikotin kann aufmuntern, belohnen oder beruhigen. Die Zigarette gaukelt dem Raucher ein Gefühl von Sicherheit oder erhöhter geistiger Leistungsfähigkeit vor. Diese Wirkungen fallen weg, hört man zu rauchen auf. Natürlich überwiegen auf lange Sicht die positiven Effekte. Eine geringeres Krebsrisiko, bessere Kondition, frischerer Atem und eine schönere Haut belohnen den Nichtraucher. Doch nach dem Verzicht auf die Zigarette können sich erst ein mal die Entzugserscheinungen einstellen. Dazu gehören Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Aggressivität. Es kann auch zu Verdauungsproblemen und Schlafstörungen kommen. Helfen kann bei diesen Beschwerden ein Nikotinersatzpräparat. Langfristig ist es wichtig, sich eine Ersatzbelohnung zu suchen. Vor allem Ausdauersport hat sich hier bewährt.

Endgültig Aufhören zu Rauchen

Die Idee, nicht mehr zu rauchen, ist so gut, dass man damit an die Öffentlichkeit gehen sollte, da so eine gewisse Verpflichtung entsteht und man Verbündete gewinnt. Außerdem sollten bewusst Entspannungsphasen in den Tagesablauf eingeplant werden und auf ausreichend Schlaf geachtet werden. Alkohol sollten Sie meiden, denn er schwächt die Entschlussfähigkeit, dem Rauchen zu entsagen. Wer mit dem Rauchen aufhört, der muss sich über einen längeren Zeitraum motivieren. Mit der Begeisterung über den gefassten Entschluss fällt es anfangs recht leicht, Schwierigkeiten zu meistern. Doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Sache früher oder später mühsamer wird. Gerade dann ist es wichtig, seinem Entschluss treu zu bleiben.

Wer das Rauchen aufgibt, muss mit Rückfällen rechnen. Wichtig ist es dann, nicht einfach aufzugeben, sondern den Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören, zu erneuern. Wenn Sie außerdem auf ihre Linie achten müssen, sollten Sie sich rechtzeitig eine Strategie überlegen, um nicht zuzunehmen. Die meisten Ex-Raucher nehmen nach dem Entzug zwei bis fünf Kilogramm zu, da Essen wie Rauchen beruhigen oder belohnen kann. Viele Ex-Raucher benutzen daher Essen als Ersatz fürs Rauchen.