Augenleiden - Neue Therapieansätze

Es gibt viele verschiedene Augenleiden. Zu den bekanntesten gehören grüner Star und die Makula-Degeneration.


Die Augen stellen für die meisten Menschen das wichtigste Sinnesorgan dar. Doch nur ein kleiner Teil der Deutschen sieht ohne Hilfsmittel klar und deutlich. Weit mehr als die Hälfte benötigen aufgrund von Augenleiden die Unterstützung korrigierender Sehhilfen, etwa der Brille oder Kontaktlinsen. Mehr als 150.000 Bundesbürger sind sogar blind, ihnen ist das Augenlicht für immer genommen worden. Die Ursachen hierfür sind vielfältig.

 

Ursachen von Blindheit

Im Wesentlichen kann man drei verschiedene Ursachen ausmachen, die eine Erblindung auslösen können.

Bei der altersabhängigen Makula-Degeneration sterben die Zellen im Bereich des schärfsten Sehens (Gelber Fleck) im Augapfel ab. Verzerrte Linien und zentrale Unschärfe sind hierbei frühe Symptome.

Bei der diabetischen Retinopathie sterben die Sehzellen vom Rande her durch die Zuckerkrankheit ab. Im Frühstadium kommt es zu Nachtblindheit und Sehschwäche, später engt sich das Gesichtsfeld zunehmend ein.

Beim Glaukom (grüner Star) gehen die Sehnervenfasern vor allem durch zu hohen Augen-Innendruck zugrunde. Es kommt zu Ausfällen im zentralen Bereich und zu einem immer enger werdenden Gesichtsfeld.

 

Nicht alle Augenleiden therapierbar

Meist kann man seine Augen behandeln lassen, doch gegen Kurzsichtigkeit gibt es noch keine Medikamente. Laseroperationen gelten zwar als erfolgsversprechend und risikoarm, dennoch benötigt fast jeder Zehnte, der sich einer solchen Behandlung unterzogen hat, Geduld oder einen zweiten Eingriff. Und auch das inflationäre Auftreten des Angebotes von Laseroperationen beschert vielen Augenärzten Kopfschmerzen.

 

Neues Verfahren rettet Augenlicht

Erfolg versprechen wie im Falle des grünen Stars Therapien wie die Telemedizin, die in Greifswald erprobt wird. Im ländlich geprägten Raum erhalten die Teilnehmer einen Koffer mit Messgeräten für Augen-Innendruck, Blutdruck und Blutzucker. Per Telefon werden die Daten in die Klinik geschickt und von einem Computer in die elektronische Patientenakte eingetragen. Kommen die Daten in einen auffälligen Bereich, wird der Patient kontaktiert, um sich in der Augenklinik zu melden. Somit ist eine rechtzeitige Diagnose des drohenden Schadens bei ausreichender Selbstdisziplin gewährleistet. Diese ist entscheidend und nur ein geringer Aufwand in Anbetracht der hohen Bedeutung des Sehens für die Lebensqualität.

 

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