Ausbildung abbrechen - doch wie geht's weiter?

Unüberlegt sollte man nicht seine Ausbildung abbrechen. Wenn ein Abbruch unvermeidbar ist, sollte man aber zumindest aktiv werden.


Nach dem Schulabschluss wissen viele nicht, was sie machen sollen. Sehr viele bewerben sich daraufhin auf so ziemlich alle Stellen, die sie finden können und nehmen die erste Stelle, die sie bekommen können. Nach einer Weile stellen viele jedoch fest, dass diese Arbeit nichts für sie ist. Viele möchten die Ausbildung abbrechen. Jedoch sollte man dies nicht unüberlegt tun.

 

Erst andere Ausbildung suchen

  • Bevor man wirklich die Ausbildung abbrechen will, sollte man möglichst bereits eine neue Stelle haben. Nach einem Abbruch kann es sehr schwierig sein, etwas Neues zu finden. Auch wenn es einem schwierig erscheinen mag, sollte man nicht ohne Alternativen die Ausbildung abbrechen. 

 

  • Besser beraten ist man, wenn man die Ausbildung beendet und anschließend Praktika in einen anderen Bereich macht. Diese Vorgehen sieht auch im Lebenslauf besser aus, da dem nächsten Arbeitgeber so erklärt werden kann, dass man auf den neuen Beruf erst im Rahmen eines Praktikums aufmerksam geworden ist, welches man der Ausbildung angeschlossen hatte, da mein keine Festanstellung bekam. Ein Arbeitgeber wird nicht gerne jemanden einstellen, der nicht weiß, was er will.

 

Nicht auf der faulen Haut liegen

  • Sofern man die Ausbildung bereits unüberlegt abgebrochen hat, oder abbrechen musste (beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen), darf man auf keinen Fall auf der faulen Haut liegen. Zunächst einmal sollte man seine Ansprüche geltend machen. Hierzu gehört es, ein Zeugnis vom Arbeitgeber anzufordern. 

 

  • Außerdem hat man einen Anspruch auf Auszahlung des restlichen Lohnes, inklusive aller Überstunden und eventuell noch ausstehender Urlaubszeit. Anschließend muss man sich arbeitslos melden. 

 

  • Wenn man nicht sofort eine neue Ausbildung findet, sollte man Praktika machen, auch wenn diese unbezahlt sind. So kann man sich neu orientieren, damit man nicht noch eine Ausbildung anfängt, die einem nicht liegt.

 

Wenn man gekündigt wurde

  • Sofern die Ausbildung unfreiwillig abgebrochen wurde, etwa weil der Arbeitgeber einem gekündigt hat, sollte man auf jeden Fall das Kündigungsschreiben aufmerksam lesen. 

 

  • Bei einer fristlosen Kündigung hat man die Möglichkeit innerhalb von drei Wochen Widerspruch einzulegen – auch innerhalb der Probezeit. Möglicherweise kann man zumindest das (negative) Arbeitszeugnis anfechten.