Ausbildung und Weiterbildung in Teilzeit

Eine Weiterbildung und Teilzeitausbildung schafft neue Möglichkeiten, um im Leben seine Ziele zu erreichen.


Eine gute Ausbildung ist die Basis, um auch beruflich im Leben voranzukommen. Daher ist auch die Entscheidung für eine Aus- beziehungsweise Weiterbildung positiv zu bewerten. Unterschiedliche Lebensumstände konfrontieren Menschen aber oft auch mit Problemen und Hindernissen, die es kaum ermöglichen eine Ausbildung erst zu beginnen.

Ausbildung in Teilzeit
Seit 2005 hat sich dies zumindest von der Gesetzeslage her geändert. Nach Paragraph 8 des Berufsbildungsgesetzes besteht nun die Möglichkeit seine Ausbildung auch in Teilzeit zu absolvieren. Vor allem werden durch die Teilzeitausbildung junge Mütter und Väter unterstützt sowie Personen, die andere pflegen müssen.
Genau bedeutet diese Form der Ausbildung, dass man bis zu 75 Prozent der Regelarbeitszeit auf die Ausbildung verwenden muss. Eine Ausbildung ohne Verlängerung umfasst somit 25 bis maximal 30 Wochenstunden. Dies schließt die Arbeitszeit sowie den Berufsschulunterricht mit ein.
Sollte aufgrund von bestimmten Gegebenheiten eine Teilzeitausbildung mit Verlängerung nötig sein, dann beträgt die gesamte Zeit mindestens 20 Wochenstunden.
Die Vergütung erfolgt entsprechend der Arbeitszeit. Also stehen dem Auszubildenden bei einer Arbeitszeit von 75 Prozent auch 75 Prozent des üblichen Lohns zu.

Weiterbildung in Teilzeit
Weiterbildungen neben dem Beruf müssen gut überlegt sein. Einerseits bringen sie viele Vorteile mit sich, andererseits sind sie auch mit viel Aufwand verbunden.
So werden Weiterbildungen positiv bei den Vorgesetzten eingeschätzt. Man entwickelt seine Kompetenzen weiter, bringt sich auf den neuesten Wissensstand und erhöht damit auch wiederum seine Aufstiegschancen oder generell seine Attraktivität für den Arbeitsmarkt.
Abgesehen davon, dass lebenslanges Lernen den Geist fit hält, müssen noch einige andere Aspekte bedacht werden.
So kosten Weiterbildungen neben dem Beruf Zeit und Kraft. Diese noch zusätzlich zum regulären Arbeitstag aufzubringen ist nicht immer einfach. Auf jeden Fall muss dies mit der Familie und gegebenenfalls dem Arbeitgeber abgesprochen werden. Denn meist wird die Lern- und Übungszeit auf die Wochenenden fallen, an denen oft auch noch Seminare stattfinden werden.
So kann man sich auch entscheiden zwischen Weiterbildungen in Form eines Fernstudiums oder einzelnen Seminaren zu bestimmten Themenbereichen.

Bildungsurlaub
Der Bildungsurlaub, eigentlich Arbeitnehmerweiterbildung genannt, steht genau für die Chance des Arbeitnehmers zum lebenslangen Lernen. Dafür stehen ihm im Jahr drei bis fünf Tage zur Verfügung, um an entsprechenden Seminaren, die zu berufsspezifischen, politischen oder gesellschaftlichen Themen informieren, teilzunehmen. Man muss zwar die Kosten dafür selbst aufbringen, wird aber vom Arbeitgeber freigestellt und bezieht sein Gehalt weiter.
Je nach Bundesland variieren allerdings die genauen gesetzlichen Vorgaben.