Ausbildung zum Kameramann – Ablauf

Die Ausbildung zum Kameramann kann schulisch an einer Film- und Fernsehakademie, als Weiterbildung mit einem Abschluss oder einem Studium an einer Hochschule erfolgen


Kameramänner sind hauptsächlich in der Filmwirtschaft oder bei den Fernsehanstalten tätig. Sie sind an der Erstellung von Berichten, Dokumentationen, Reportagen und Spielfilmen beteiligt, indem sie die Kamera für jede Szene einstellen und beim Dreh bedienen. Die Ausbildung zum Kameramann kann unterschiedlich durchgeführt werden.

Voraussetzungen

Für die Ausbildung ist kein bestimmter Schulabschluss rechtlich vorgesehen, jedoch legen die Bildungsanbieter selbst bestimmte Zugangskriterien fest. So kann durchaus ein mittlerer Bildungsabschluss, eine bereits abgeschlossene Ausbildung oder eine bestandene Aufnahmeprüfung Voraussetzung für die Aufnahme sein. Vorteilhaft kann auch ein absolviertes Praktikum oder Studium im Bereich Film, Journalismus, Journalismus oder Theater sein. Je nach Anbieter kann ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Höchstalter von 30 Jahren für den Ausbildungsbeginn vorliegen. Bei einer Weiterbildung, wo die Teilnahme begrenzt ist, kann ein Eignungstest über die Zulassung entscheiden.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert je nach Bildungsanbieter zwischen ein und vier Jahren. Dies hängt davon ab, ob die Ausbildung in Vollzeit- oder Teilzeitlehrgängen durchgeführt wird. Ob diese Zeit verlängert, beziehungsweise verkürzt werden kann, wird von dem jeweiligen Träger der Lehrgänge geregelt.

Ausbildung
Die Ausbildung zum Kameramann gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Unterricht. Bei der Theorie werden bestimmte Kenntnisse vermittelt. Hierzu zählen unter anderem, wie Filme typologisch klassifiziert und Bilder gestaltet werden, was es für Filmmaterialien und -formate es gibt, wie die richtige Beleuchtung eingesetzt wird, Bearbeitung, Schnitt und Montage von analogem und digitalem Bild und Ton, die Auswirkungen von verschiedenen Filmarten oder Sendungen auf die Kameraführung, welche technische Möglichkeiten bei Fernsehen, Kamera, Licht und Video vorhanden sind, mögliche Übernahme von journalistischen Arbeiten in den Bereichen Dokumentation, Fernsehpublizismus und Nachrichten, optische Wirkungen aufgrund theoretischer Grundlagen, das Schreiben von Drehbücher, bei denen dramaturgische Aspekte beachtet werden und die Durchführung einer Drehbuchanalyse, der Einsatz von Tricks und Spezial-Effekten, Organisation von Film- und Videoproduktionen, wichtige Rechtsgrundlagen in den Bereichen Medien, Vertrag und Arbeit, Analyse von Filme. Praktische Seminare fordern in der Ausbildung zum Kameramann die Verwirklichung von eigenen Projekten, in denen sie mit allen Aspekten bei einer Film-, beziehungsweise Videoproduktion vertraut gemacht werden. Zum praktischen Teil der Ausbildung zählt ein Praktikum bei einer Fernsehanstalt oder in einem Filmstudio.

Abschluss, Nachweis und Prüfung
Der Abschluss der Ausbildung zum Kameramann erfolgt in der Regel durch eine Prüfung bei der Ausbildungsstätte. Bei einer Weiterbildung wird diese bei einer Industrie- und Handelskammer, welche dafür zuständig ist, durch eine Prüfung abgeschlossen. Um für die schulische Abschlussprüfung zugelassen zu werden, müssen die vorgeschriebenen Module, Lehrgänge und Unterrichtseinheiten des jeweiligen Lehrgangsträgers besucht worden sein. Bei der Weiterbildungsprüfung ist für die Zulassung der Nachweis über die vorgeschriebene Vorbildung und Praxis in diesem Beruf Voraussetzung. An einem Lehrgang muss nicht teilgenommen werden, um die Prüfungszulassung zu erhalten. Während bei der schulischen Abschlussprüfung eine Abschlussproduktion und eine theoretische Arbeit die Regel ist, welche vor einem Prüfungsausschuss des jeweiligen Lehrgangsträgers abgelegt wird, besteht die Weiterbildungsprüfung aus einem praktischen, schriftlichen und mündlichen Teil, der durch einen Prüfungsausschuss der jeweiligen Industrie- und Handelskammer abgelegt wird.

Abschluss- und Berufsbezeichnung

Bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zum Kameramann bekommt man vom Bildungsanbieter das Zertifikat „Diplom Kamera“, bei Weiterbildungen die Bezeichnungen Geprüfter Fernsehkameramann und Geprüfter Kameraoperator IHK.