Ausbildungsversicherung

Eine Ausbildungsversicherung ist eine gute Gelegenheit, für das Kind Geld anzusparen, welches beispielsweise für das Studium benötigt wird.


Ähnlich wie bei der Aussteuerversicherung handelt es sich bei der Ausbildungsversicherung ebenfalls um eine kapitalbildende Lebensversicherung. Die eingezahlte Versicherung soll dem Kind schließlich in der Ausbildung (Lehre und Studium) zugutekommen. Mit solch einem Schritt können Eltern sicherstellen, dass ihrem Kind später nicht aus finanziellen Gründen der Wunschberuf verwehrt bleibt.

Charakteristika
In eine Ausbildungsversicherung zahlt der Versorger regelmäßig Beiträge ein. Zu einem vereinbarten Termin stellt die Versicherungsgesellschaft das angesparte Kapital bereit. Der große Vorteil ist, dass die Versicherung in den meisten Fällen die Beitragszahlungen übernimmt, wenn der Versorger stirbt. Damit ist die Versorgung des Kindes in der Ausbildung garantiert. Viele Versicherungen bieten zusätzlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung im gleichen Vertrag an. Je früher eine Ausbildungsversicherung abgeschlossen wird, desto höher kann die Versicherungssumme schließlich sein. In der Regel werden die geleisteten Zahlungen am Kapitalmarkt investiert und der Versicherte erhält im positiven Fall eine Gewinnbeteiligung. Sicher ist hingegen die Auszahlung des Garantiezinses, der zu Versicherungsbeginn festgelegt wurde. Fachleute empfehlen, die Vertragsdauer auf 15 bis 18 Jahre festzulegen.

Kindergeld
Je größer der monatlich eingezahlte Betrag, desto höher die endliche Versicherungssumme. Eine gute Möglichkeit für das spätere Wohl des Kindes zu sorgen, ist, einen Teil des Kindergeldes oder den Gesamtbetrag in beispielsweise eine Ausbildungsversicherung zu investieren. So wird sichergestellt, dass das Kind das Geld später sinnvoll für die Ausbildung nutzen kann.

Ausbildungsversicherung notwendig?
Eine Ausbildungsversicherung ist nicht unumstritten. Kritiker betiteln sie als getarnte Lebensversicherung. Grundsätzlich muss sich der Versicherungsnehmer darüber im Klaren sein, dass der Versicherungsschutz weniger im Vordergrund steht. Die Ausbildungsversicherung ist eine Geldanlage, die pünktlich zum Gebrauch ausgezahlt wird. Selbstverständlich kann ein finanzielles Polster nie schaden. Allerdings muss sich der Versorger ausreichend informieren – auch über mögliche Alternativen. Denn oft ist die Rendite nicht allzu hoch. Eine andere Möglichkeit, das Kind finanziell abzusichern, ist das Ansparen von Geld auf den Namen des Kindes.