Auslandspraktikum: Stipendium

Rechtschreibfehler sind auch in einem Bewerbungsschreiben für ein Auslandspraktikum tabu. Hingegen gilt die Devise: Verkaufen Sie sich. Es empfiehlt sich, für ein Auslandspraktikum ein Stipendium zu beantragen.


Wie bei jeder anderen Bewerbung auch gilt es, sich im bestmöglichen Licht dastehen zu lassen. Rechtschreib- und Grammatikfehler sind tabu, Sprachpatzer sowieso, wenn man an sein Wunschpraktikum herankommen möchte. Denken Sie daran: Sie wollen etwas von dem betreffenden Unternehmen. Sie müssen sich also anpreisen, und das fehlerfrei und überzeugend. Sinnvoll ist es außerdem, für das Auslandspraktikum ein Stipendium zu beantragen.

Lebenslauf (CV oder Resume)

  • Der Lebenslauf unterscheidet sich in seinem formalen Aufbau teilweise erheblich von seinem deutschen Bruder. In den USA beispielsweise ist kein Foto erwünscht, auch Angaben zum Alter, der Rasse oder dem Familienstand sind hier eher fehl am Platz.
  • Deshalb sollte man sich an einem Musterformular orientieren, und darauf aufbauend seinen Lebenslauf erstellen. Wichtige Angaben sind die, die für das Praktikum entscheidend sind. Wenn Sie sich bei einer Bank bewerben, interessiert Ihren potenziellen Arbeitgeber wenig, dass Sie in der Freizeit im Chor singen.

Letter of motivation

  • Der „letter of motivation“ oder auch „statement of purpose“ ist mit dem Anschreiben vergleichbar. Es ist die Visitenkarte des Bewerbers und soll zum einen das Interesse des Arbeitgebers am Bewerber wecken, zum anderen die Motivation des potenziellen Praktikanten herausstellen.
  • Es umfasst maximal zwei Seiten und beschreibt prägnant, welche Tätigkeiten Sie gern übernehmen würden, welche Fähigkeiten Sie bisher erworben haben, und warum diese für das Unternehmen nützlich sein könnten, wie Sie dem Unternehmen bürokratische Anstrengungen abnehmen können (Beantragung der Visa), wie groß der Umfang Ihrer Sprachkenntnisse ist, wie Ihre Gehaltsvorstellungen aussehen und warum Sie ausgerechnet in diesem Land ein Praktikum absolvieren wollen.

Letter of recommendation: Das Empfehlungsschreiben

  • Besonders im britischen und amerikanischen Raum oft vorgeschrieben ist das Empfehlungsschreiben: eine Referenz von jemandem, der Sie für das Praktikum empfiehlt. Ideal ist es, wenn ein solcher Brief von Ihrem Professor oder einem ehemaligen Lehrer kommt. Wenn Sie jemanden bitten, dieses Empfehlungsschreiben zu verfassen, sollte dieser folgende drei Kriterien erfüllen:
  • Vertrauenswürdigkeit: Handelt es sich bei dem Verfasser um eine hochrangige Person des öffentlichen Lebens (Politiker) oder einen Fachmann, der über die Landesgrenzen hinaus Bekanntheit erlangt hat, bringt das Vorteile für den Bewerber. Empfehlungsschreiben von Angehörigen hingegen zählen nicht so viel.
  • Persönliche Bekanntschaft: Der Verfasser sollte Sie schon etwas länger kennen, um Sie auch einschätzen zu können. Ehemalige Professoren oder Lehrer sind ideal, Politiker nur, wenn Sie zu Ihrem Bekanntenkreis gehören. Ein aus Gefälligkeit verfasstes Schreiben kann nur negativ beurteilt werden.
  • Erinnerungsvermögen: Gehen Sie sicher, dass der Verfasser sich auch noch sechs Monate nach dem Erstellen des Empfehlungsschreibens an Sie erinnern kann, denn oftmals prüfen Unternehmen solche Angaben nach, und wollen persönlich mit dem Schreiber sprechen.