Aussteuerversicherung

Eine Aussteuerversicherung kann nicht nur für die Finanzierung der Hochzeit verwendet werden. Auch für eine Ausbildung oder Studium kommen die Mittel zum Einsatz.


Bei der Aussteuerversicherung oder auch Heiratsversicherung handelt es sich um eine spezielle Form der Lebensversicherung. Durch den Abschluss einer Aussteuerversicherung sind Mädchen und Jungen in ihrer Zukunft finanziell unterstützt.

Charakteristika
Die Aussteuerversicherung zeichnet sich durch bestimmte Kriterien aus. Sie hat einen bestimmten Auszahlungszeitpunkt. Die Versicherungssumme wird entweder bei der Heirat, dem Todesfall des Versorgers (ein Elternteil) oder bei Ablauf des Vertrages ausgezahlt. Die Aussteuerversicherung wird spätestens mit dem 25. Lebensjahr ausgezahlt, auch wenn noch keine Heirat stattgefunden hat. Die Versicherungsinstitute verlangen meistens, dass das Kind noch nicht älter als zwölf Jahre alt ist. Teilweise sind die Altersgrenzen geschlechtsabhängig. Stirbt die versorgte Person, bevor der Vertrag ausgelaufen ist, wird die eingezahlte Summe zurückerstattet. Der Versorger, zum Beispiel der Vater des Kindes, leistet regelmäßige Einzahlungen. Wenn der Versorger stirbt, kommt es zu keiner Beitragszahlung bis zum Ablauf des Vertrages.

Zweck
Wenn das Kind erwachsen wird und sein eigenes Leben aufbaut, können finanzielle Unterstützungen weiterhelfen. Der Titel „Heiratsversicherung“ fördert den Glauben, dass die Geldanlage speziell dem Leben nach der Hochzeit dienen soll. Dies ist heute nicht mehr der Fall. Natürlich kann das Geld nach Vertragsende für Ausrichtung der Hochzeitsfeier dienen, doch auch Studiengebühren oder ein Umzug kann durch das gesparte Geld finanziert werden. Generell soll das Geld dazu dienen, einem Kind den Start in das eigenständige Leben zu erleichtern.

Ist eine Aussteuerungsversicherung notwendig?
Hört man den Begriff Heiratsversicherung, klingt dieser veraltet. Doch das ersparte Geld muss nicht in die Finanzierung der Hochzeit fließen. Auch das Studium erfordert unter anderem finanzielle Unterstützung. Grundsätzlich ist zu bemerken, dass die Beiträge relativ hoch sind, da die Versicherungsgesellschaft auch ihre Risiken abdeckt. Im Todesfall des Versorgers muss die Versicherung die Police weiterlaufen lassen, auch bei einem Selbstmord. Daher fällt die Versicherungssumme meistens geringer aus als die Gesamtheit der eingezahlten Beiträge. Schlussendlich muss sich der Versicherungsnehmer ausreichend informieren und bezüglich Alternativen ausführlich beraten lassen.