Auswahl der Baby Beikost

Gemüse eignet sich hervorragend als Baby Beikost


Die (vier bis fünf) Milchmahlzeiten werden stufenweise durch Baby Beikost ersetzt. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) gibt Eltern genaue Empfehlungen, wie diese Umstellung erfolgen soll. Laut der Experten sollte zunächst mittags eine Milchmahlzeit durch einen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei ersetzt werden. Anschließend wird die abendliche Milchmahlzeit durch einen Getreide-Milch-Brei ausgeglichen. Die dritte Beikostmahlzeit – am Nachmittag – schließlich besteht idealerweise aus einem milchfreien Getreide-Obst-Brei.
Diese Richtlinien sind aber keineswegs starre Vorschriften, an die sich Eltern strikt halten müssen. Im Grunde genommen ist es nebensächlich, ob zunächst Obst oder Gemüse als vollwertige Beikostmahlzeiten eingeführt werden.
 
Baby Beikost Gemüse
Das FKE empfiehlt vor allem folgende Gemüsesorten, um dem Säugling eine gesunde Ernährung zu ermöglichen: Fenchel, Kohlrabi, Zucchini, Brokkoli, Pastinaken und Kürbis sind uneingeschränkt für die Beikostmahlzeiten nutzbar, da sie gut verträglich und nährstoffreich sind. Blumenkohl – der über einen starken Eigengeschmack verfügt und auch Spinat und Mangold, die beide sehr viele Nitrate enthalten können, sollten nur unter Vorbehalt verwendet werden.
Im Allgemeinen wird Gemüse-Beikost von Säuglingen weniger gut angenommen, da es pikanter ist als Obst.

Karotte – der rote Gemüseklassiker


Der Klassiker „Karotte“ unter den Gemüsesorten ist bei fast allen Kindern gleichermaßen beliebt. Es ist kalorienarm und in der Regel gut bekömmlich. Karotten schmecken süßer als andere Gemüsesorten und erinnern das Kind daher an die Muttermilch, dessen Geschmack ihm bereits bekannt ist. Aber das rote Gemüse hat auch Nachteile. Für „Problemkinder“ ist es eher ungeeignet, da es stark stopfend wirkt. Bei Babys, die einen sehr festen Stuhl haben oder tagelang keinen Stuhl absetzen, sind Karotten als alleinige Beikostmahlzeit nicht ideal. Man vermutet außerdem, dass Verstopfungen eine schlummernde Neurodermitis auslösen können. Das rote Gemüse steht bereits seit Längerem in dem Verdacht, allergische Reaktionen hervorzurufen, neben entzündlichen Hauterkrankungen kann es auch andere Unverträglichkeiten hervorrufen. Allerdings konnte das allergische Potenzial der Karotte bislang nicht zweifelsfrei bewiesen werden. Auch die Gefahr, eine Kreuzallergie – hierbei entwickelt der Allergiker auch eine Unverträglichkeit auf eine andere, dem Allergiestoff ähnliche Substanz – zu begünstigen, ist lediglich eine Mutmaßung. Bei bereits bestehenden Blähungen oder häufigem Aufstoßen sollte die Karotte generell nicht auf dem Speiseplan stehen. Beim Zubereiten der Mahlzeiten sollten Eltern auch nicht unbedingt das Lieblings-T-Shirt tragen, denn Karotte verfärbt sowohl Kleidung, Küchengeräte und Möbel. Grund hierfür sind die hohen Mengen der gesunden Karotinoide.