Ein besonders auffälliger Effekt von Zigarettenkonsum auf die Epidermis ist die entstehende Hauttrockenheit. Die Inhaltsstoffe des Rauches haben antiöstrogene Eigenschaften, das bedeutet, die Wirkung der Östrogene ist vermindert, was zu einer reduzierten Feuchtigkeitsbindung in der Oberhaut führt. Aufgrund der schlechten Durchblutung der Hautzellen ist die Sauerstoffversorgung der Epidermis stark reduziert. Bei der Inhalation von Zigarettenrauch bilden sich vermehrt reaktive Oxidantien, die nur vermindert abgebaut werden können, da das natürliche Schutzsystem der Haut gestört wird. Die in der Haut natürlich auftretenden Antioxidantien werden zerstört und sehr viel schneller verbraucht, als Antioxidantien in der Haut von Nichtrauchern.
Auswirkungen Rauchen: Freie Radikale fügen den Zellen Schäden zu
Die freien Radikale haben schädigenden Einfluss auf die Zellmembranen sowie auf die DNA der Epidermiszellen. Dadurch können Tumore und Geschwulste (Malignome) entstehen, ähnlich wie durch UV-B-Belastung auftretend. Im Gegensatz zur UV-Strahlung gelangen die reaktiven Stoffe nicht von außen in die Epidermis, sondern die Schadstoffe werden über den Kreislauf in die Organe gebracht. Häufig treten vermehrte Pigmentflecken auf und es entwickeln sich Keratosen. Die auftretenden Durchblutungsstörungen führen zudem zu einem verlangsamten Haar- und Nagelwachstum und die Wundheilung ist deutlich beeinträchtigt.