Autigenes Trainingist eine Entspannungstechnik, die 1927 von dem Psychiater Johannes Heinrich Schulz entwickelt wurde. Sie beruht auf der Technik der Autosuggestion (Selbsthypnose) und soll einen tiefen Entspannungs- zustand hervorrufen. Mediziner empfehlen, diese Methode unter Anleitung eines fachkundigen Trainers zu erlernen. Bei ausgebildeten Ärzten, Physiotherapeuten oder in Volkshochschulkursen kann man sich diese Technik aneignen. Es ist aber auch möglich, mithilfe von Büchern und CDs das autogene Training selbstständig zu erlernen. Um einen Entspannungszustand zu erreichen, sind sieben Schritte notwendig. Anfänger sollten sich bequem hinlegen. Man kann aber auch in einer Sitzposition, in der alle Muskeln entspannt sind, die Übungen absolvieren. Um die einzelnen Zustände zu erreichen, muss man sich die jeweiligen Ziele der Schritte in Gedanken immer wieder vorsagen, zum Beispiel: Meine Arme und Beine werden schwer.
1. Erreichen des Ruhezustands: Ich werde ruhig.
2. Erreichen des Entspannungszustands: Die Arme und
Beine werden schwer.
3. Erreichen des Wärmezustandes: Die Arme und Beine
werden warm.
4. Vertiefen der Entspannung: Die Atmung wird ruhig und
gleichmäßig.
5. Der Herzschlag wird ruhig.
6. Der Solarplexus (Leibesmitte) wird warm.
7. Steigerung der Konzentration und des Wachzustandes:
Die Stirn wird kühl.
Um aus dem Zustand dieser tiefen Entspannung wieder zurückzukehren, streckt man seinen ganzen Körper. Geübte können noch einen Schritt weitergehen und die Oberstufe erreichen. In dieser werden Farben, Gegenstände und Situationen erlebt. Autogenes Training hat schon viele Schmerzpatienten überzeugt.