Autogenes Training zum Stressabbau geeignet

Autogenes Training ist eine sehr gute Möglichkeit, um Stress abzubauen. Am besten lässt sich das autogene Training in einer Gruppe erlernen.


Wenn es mal wieder im Büro länger ging oder die Kinder nicht ins Bett möchten, löst das in den meisten Menschen Stress aus. Stress an sich ist nichts Schlimmes und Stressfaktoren gibt es in der heutigen Zeit zu genüge, doch da er nicht immer vermeidbar ist, sollte man wissen, wie man ihn auch wieder losbekommt.

Stress abbauen lernen
Autogenes Training kann helfen, den Stress abzubauen, um sich wieder zu entspannen. Die Technik basiert auf Autosuggestion, die aus der Hypnose heraus entwickelt wurde. Nicht nur Stress, sondern auch psychosomatische Störungen können anhand von autogenem Training abgebaut werden. Schlafstörungen und Nervosität können durch regelmäßige Anwendung gemildert und aufgelöst werden. Auch psychosomatische Störungen wie Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme oder Bluthochdruck können durch das autogene Training behandelt werden.

Autogenes Training in der Gruppe
Am leichtesten erlernt sich das autogene Training in der Gruppe. Manche Psychologen bieten aber auch Einzelkurse an. Binnen weniger Wochen wird man mit der Technik vertraut. Wer aber eher eine autodidaktische Ader hat, kann sich das autogene Training auch anhand einiger Selbsthilfebücher, die auf dem Markt angeboten werden, aneignen. Manche sind sogar zusätzlich mit einer CD ausgestattet. In der Praxis beschreibt sich das autogene Training folgendermaßen: Die unterschiedlichen Übungen haben alle ihrerseits verschiedene Komponenten. Diese können schwerpunktmäßig auf „Schwere“, „Wärme“ und „Atemwahrnehmung“ ausgelegt sein. Sie dauern zwischen drei bis fünf Minuten und sollten bei geschlossenen Augen im Sitzen ausgeführt werden. Bei der praktischen Übung schweigt der Therapeut und die Patienten konzentrieren sich auf die Wahrnehmung des Gebrauchsarms, wobei der Leitgedanke „Mein Arm ist so schwer“ lautet.

Durch Training zur Entspannung
Wer zu Hause zwei bis dreimal täglich übt, generalisiert seine Schwereempfindungen auf die Arme und Beine. Auch weitere Übungsformeln wie „Was geschieht, ist gut“ können hinzukommen. Durch diese Trainingseinheiten kann der Körper zur Ruhe kommen und sich dabei entspannen. Dabei werden auch ablaufende Körpervorgänge wie Herzschlag und Atmung, ein strömendes Wärmegefühl in der Bauchregion, das sich im Sonnengeflecht konzentriert und eine angenehme Kühle auf der Stirn in passiver Gelassenheit fokussiert. Fortgeschrittene können mit der Zeit auch ihre eigenen Leitsätze entwickeln. Nachdem sich der Körper entspannt hat, erfolgt die sogenannte Rücknahme. Darunter versteht man ein bewusstes Aufwachen, bei dem die jeweiligen Nervenenden aktiviert werden. Danach fühlen sich die Patienten in der Regel sehr entspannt und erholt.

Autogenes Training ist somit ein Mittel zum Stressabbau, das man sowohl in der Gruppe als auch alleine anwenden kann.