Autosteuer berechnen: So geht’s

Beim Thema Steuern mag es der Gesetzgeber in Deutschland gerne mal etwas kompliziert und umständlich und daher braucht viel Geduld und Zeit, wer seine eigene Autosteuer berechnen will.


Seit ihrer Einführung 1949 ist die Kfz-Steuer, also die Steuer für das Halten eines Fahrzeugs, bereits unzählige Male abgeändert, modifiziert und angepasst worden. Die letzte große Reform erfolgte mit der Berücksichtigung des Schadstoffausstoßes eines Fahrzeugs. Die PKWs werden nun nach dem Datum ihrer Zulassung und dem Umweltaspekt besteuert. Für Autos, die vor dem 30.06.2009 erstmals zugelassen wurden, gelten in puncto Autosteuer-Brechnung die bisherigen Regeln. Bei allen ab dem 01.07.2009 zugelassenen Wagen spricht man von der neuen Kfz-Berechnung. Dabei kommt vor allem die Einteilung in sechs verschiedene Schadstoffklassen (jeweils für Diesel- und Benzinmotoren) zur Anwendung.

Die Schadstoffklassen
Insgesamt gelten sechs unterschiedliche Schadstoffklassen (Euro 1 bis Euro 6). Die dadurch festgelegten Grenzwerte gelten als Berechnungsgrundlage für die Berechnung der Autosteuer, aber auch als Anhaltspunkte für die Einteilung in Umweltzonen. Die einzelnen Eckdaten dieser Schadstoffklassen setzen sich aus den unterschiedlichen Schadstoffen wie Kohlenwasserstoff, Kohlenmonoxid, Feinstaub oder Stickoxiden eines Wagens zusammen.

Neue Berechnung und die schrittweise Umstellung
Die erwähnten Schadstoffklassen versetzten dann nur noch Experten in die Lage, die Autosteuer berechnen zu können. Nach der Euro-1-Norm beispielsweise wurden Fahrzeuge nach der alten Methode mit 15,13 Euro (Benzin) beziehungsweise 28,55 Euro (Diesel) besteuert. Nach der neuen Berechnung werden nun pro 100 Kubikzentimeter 2 Euro (Benzin) beziehungsweise 9,50 Euro (Diesel) pro 100 Kubikzentimeter fällig. Fahrzeuge, die den vorgeschriebenen Emissionswert von 120 Gramm pro gefahrenen 100 Kilometernn übersteigen, werden mit zusätzlichen 2 Euro pro Gramm belegt.

Keine Regel ohne Ausnahme
Im Zusammenhang mit der schrittweisen Umstellung von der bisherigen auf die neue Steuerberechnung wurden zeitgleich mehrere Ausnahmen eingeführt. So wird beispielsweise Diesel-Fahrzeugen der besonders umweltfreundlichen Euro-6-Norm zwischen 2011 und 2013 ein Steuerbetrag von 150 Euro erlassen. PKWs, die zwischen dem 05.11.2008 und dem 30.06.2009 erstmals zugelassen wurden, waren komplett von der Steuer befreit. Bei einer Euro-5-Norm (oder besser) verlängerte sich diese Befreiung um ein weiteres Jahr, maximal aber bis Ende 2010. Natürlich muss niemand all die für eine Berechnung nötigen Angaben kennen. In der Regel genügt die Schlüsselnummer des Fahrzeugs, die alle relevanten Daten enthält, um die Autosteuer berechnen zu können.