Ayurvedische Geschichte und Herkunft

Ayurveda ist die älteste Heillehre in der Geschichte der Welt, im Westen findet sie jedoch erst seit kurzem Anklang. Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Ayurvedische Geschichte wissen müssen.


Ayurveda ist weit mehr als ein Medizinsystem, es ist gleichzeitig Religion und Philosophie. Die ganzheitliche Medizin ist ein zentraler Punkt im Ayurveda, gleichzeitig geht es aber auch um die tägliche Lebensführung. Bereits seit 5.000 Jahren wird Ayurveda in Indien angewandt, somit ist die Heilmethode die älteste der Welt. Heute findet sie vor allem in Sri Lanka und Indien Anwendung. Mehr über die ayurvedische Geschichte erfahren Sie hier!

Ayurveda und Samkhya
Ayurveda beruht auf der Samkhya-Philosophie der Schöpfung. Der Begriff Samkhya leitet sich aus den Sanskrit-Wörtern Sat (Wahrheit) und Khya (Wissen) ab. Der Begriff Ayurveda stammt ebenfalls aus der alt-indischen Hoch- und Kunstsprache Sanskrit und bedeutet soviel wie „Wissenschaft vom Leben“. Entstanden ist die Heilkunst aus den Sehern der Weisheit, den Rishis. Die Lehren wurden mündlich weitergegegeben und später in den Veden niedergeschrieben, den ältesten überlieferten Schriften der Geschichte der Menschheit.

Die Veden
Insgesamt bestehen die Veden aus vier Texten. Der älteste Text in der Geschichte ist die Rigveda mit 1028 Hymnen. Die Yayurveda und die Samaveda wurden 3000 vor Christus geschrieben. Circa 1200 vor Christus wurde die Atharvaveda niedergeschrieben, aufgrund der vielen erwähnten Heilpflanzen und den verschiedenen Therapiemöglichkeiten gilt dieser Text als am wichtigsten für den Ayurveda.

Der Mensch als eigenes Universum
Der Mensch gilt im Ayurveda als Mikrokosmos, also quasi als ein eigenes Universum für sich. Er gilt als Mikrokosmos im Makrokosmos, das heißt es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Mensch und Universum, die kosmische Energie steckt also in allem, im Großen und im Kleinen.
Kosmisches Bewusstsein besteht aus weiblicher und männlicher Energie, es manifestiert sich in fünf verschiedenen Elementen: Raum (Äther), Luft, Feuer, Wasser und Erde.

Ayurvedische Geschichte: Rückbesinnung auf die Heillehre
Jahrhundertelang wurde Ayurveda als Heilmethode in Indien angewandt. Ab etwa 500 nach Christus geriet die Heilkunst jedoch etwas in Vergessenheit. In der Kolonialzeit (1839 bis 1947) verbreitete sich dann zunehmend die westliche Medizin auf dem Subkontinent. Erst unter Mahatma Ghandi kehrte man zur Heillehre des Ayurvedas zurück.

Ayurveda im Westen
In der westlichen Medizin wurde lange strikt zwischen Körper und Geist getrennt. Dass eine Einheit aus Körper, Geist und Seele bestehen kann, ist für viele Menschen im Westen völlig neu.
In unseren Kulturkreisen wird besonders häufig das Maharishi-Ayurveda praktiziert. Diese Form wurde von Maharishi Maresh Yogi entwickelt, er war unter anderem der Guru der Beatles. Es ist an die westlichen Lebensbedingungen angepasst.