Azubi-Einstellungstest: Das kommt auf Sie zu

Der Azubi-Einstellungstest unterscheidet sich von Branche zu Branche, ist aber mit der richtigen Vorbereitung keine unlösbare Herausforderung.


Bewerber um einen Platz als Auszubildender qualifizieren sich nicht nur durch das Zeugnis der Schule. Die Noten zeigen dem Personalchef zwar, wo die Stärken und Schwächen des Bewerbers liegen, doch nicht, wie er sich in arbeitsrelevanten Situationen verhalten wird. Deshalb leiten Unternehmen bei den interessantesten Bewerbern einen zusätzlichen Einstellungstest in die Wege, der den angehenden Azubis die Möglichkeit gibt, sich und ihre Fähigkeiten realitätsnah unter Beweis zu stellen.

Mathematische Fähigkeiten
Die Mathematik verschont selbst Azubis in völlig mathematikfernen Bereichen nicht. Der Einstellungstest kann einige einfache mathematische Denkaufgaben beinhalten, damit sich die Personalchefs ein Bild vom logischen Denkvermögen machen können. Denn dieses ist in nahezu jedem Ausbildungsberuf wichtig und gilt auch im späteren Job als eine Schlüsselfähigkeit, die zu erfolgreicher Arbeit befähigt. Große mathematische Fähigkeiten muss man nicht mitbringen, sollte aber den Schulstoff beherrschen und dazu in der Lage sein, ruhig und souverän mit Zahlen umzugehen - denn die Fragen sind meist nicht schwer, die Bewerber machen sich lediglich viel zu viele Sorgen um sie.

Allgemeinwissen
Etwas Allgemeinwissen braucht jeder Azubi. Deshalb befindet sich im Azubi-Einstellungstest auch ein Teil, der das Allgemeinwissen des Bewerbers prüft. Die Fragen sind einfach gestaltet und leicht zu beantworten, wenn man regelmäßig die Nachrichten verfolgt oder zumindest in der Schule aktiv mitgearbeitet hat. Fachkenntnisse werden jedoch nicht erfordert, denn diese sind schließlich Gegenstand der Ausbildung und werden erst in diesem Rahmen vermittelt und abgefragt. Die Fragen drehen sich beispielsweise um Politik, Wirtschaft, Geschichte oder Kultur und sind nahezu immer allgemein gehalten.

Meinungsfragen
Im Azubi-Einstellungstest werden auch einige Fragen auftauchen, die direkt mit der Ausbildung im Unternehmen zu tun haben. Nach der Meinung zu politischen oder kulturellen Themen wird man sicherlich nicht gefragt, da dies in einem Bewerbungsgespräch nichts verloren hat. Es können jedoch Fragen über persönliche Neigungen, Interessen und erste Erfahrungen auf dem Gebiet der Ausbildung auftauchen, sofern diese nicht bereits im Bewerbungsgespräch angesprochen wurden. Das Unternehmen will auf diese Weise herausfinden, ob wirklich Interesse am Ausbildungsberuf vorhanden ist oder er nur notgedrungen angenommen wird.