Baby Hautprobleme

Baby Hautprobleme treten recht häufig auf. Manchmal sind diese Anzeichen für Krankheiten, die noch im Erwachsenenalter auftreten.


Die Haut von Babys ist noch sehr empfindlich und schutzbedürftig. Da ihre Barrierefunktion noch nicht vollständig ausgebildet ist, benötigt sie spezielle Aufmerksamkeit, damit aus zarter Babyhaut keine Problemhaut wird, die noch im Erwachsenenalter Schwierigkeiten bereitet.
Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren, zudem produzieren die Talgdrüsen noch nicht genügend Fett, sodass die Haut generell etwas trockener ist als Erwachsenenhaut. Kommen nun noch Nahrungsunverträglichkeiten, trockene Raumluft und ungünstige Umweltbedingungen hinzu, ist ein Ekzem praktisch schon vorprogrammiert. Dennoch, bei den meisten Hauterscheinungen handelt es sich um vorübergehende Erscheinungen, die ohne Behandlung wieder verschwinden.

Harmlose Baby Hautprobleme:

Gneis (Kopfgrind)
Zu den am häufigsten auftretenden Hautproblemen gehört der Kopfgneis, der oft mit Milchschorf verwechselt wird, aber viel harmloser ist. Dabei handelt es sich um gelbe fettglänzende Hautschuppen, die sich später grau verfärben. Sie treten, wie der Name schon sagt, auf dem Kopf auf und verleihen ihm ein verkrustetes Erscheinungsbild, das an vertrocknete Milch erinnert. Im Gegensatz zum Milchschorf tritt hierbei kein Juckreiz auf. Kopfgneis tritt ausschließlich während der ersten drei bis vier Lebensmonate auf. Ursache ist vermutlich eine Überproduktion der Talgdrüsen. Wenn Sie sich sicher sind, dass es sich um Kopfgneis handelt, können Sie diesen selbst entfernen, indem Sie auf die betroffenen Stellen etwas Öl auftragen und über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag kann das Öl zusammen mit den Hautschuppen entfernt werden. Am besten eignet sich eine Zahnbürste hierzu.

Milchschorf
Der Milchschorf sieht dem Kopfgneis sehr ähnlich. Er tritt auf der Kopfhaut, aber auch an den Kniekehlen, der Innenseite der Handgelenke sowie den Ellenbeugen auf. Die betroffenen Stellen sind gerötet, trocken, schuppen sich und jucken stark. Oft verschwindet der Milchschorf einfach wieder, kann jedoch auch wenige Zeit später auftauchen. Leider ist Milchschorf auch oft ein Anzeichen für eine Neurodermitis im Frühstadium. Salben können den Juckreiz lindern.

Leberflecke und Muttermale
Pigmentstörungen wie Leberflecke oder Muttermale sind meist angeboren und bedürfen keiner weiteren Behandlung. Im Auge behalten sollten Sie diese aber dennoch. Wenn sie sich verändern, sollten Sie umgehend Ihren Kinderarzt aufsuchen.

Immer zum Kinderarzt?
Sind Sie sich unsicher, um was für eine Hauterscheinung es sich handelt, sollten Sie nicht davor zurückschrecken, den Kinderarzt zu fragen. Dieser kann alle Fragen beantworten und gegebenenfalls eine angemessene Behandlung starten. In manchen Fällen liegt eine ernstere Krankheit vor, die behandelt werden muss, beispielsweise die Fischschuppenkrankheit (Ichthyose), bei der die Haut so trocken ist, dass sie einreißt.

Kuschelweiche Babyhaut
Bei der täglichen Pflege der Babyhaut sollten Sie auf Natürlichkeit setzen. Konservierungsstoffe, Parfümzusätze und Farbstoffe sollten tabu sein, um Baby Hautprobleme zu vermeiden. Stattdessen achten Sie auf Zusätze, die empfindliche Haut wieder beruhigen wie die Wirkstoffe der Ringelblume. Das blaue DHA-Siegel kennzeichnet Babypflegeprodukte, die auch für allergisch reagierende und trockene Haut geeignet ist.