Babyflaschen im Ökotest

Um die Gesundheit von Babys nicht zu gefährden, sind Babyflaschen ab 1. März 2011 frei von fragwürdigen chemischen Stoffen.


Stillen ist seit jeher die beste Form sein Baby zu ernähren, keine Frage. Dennoch sind Kleinkinder darüber hinaus noch durstig. Wasser oder Tee sind gute Durstlöscher und wurden in grauer Vorzeit schon verabreicht. Waren es zu Römerzeiten Fläschchen aus Ton, wurden später auch ausgekochte Kuhhörner als Getränkespender verwendet. Sie wurden mit einem Baumwolltuch zugestopft, an dem das Kind dann nuckeln konnte. Zum Glück gibt es heute die bruchsicheren und praktischen Flaschen aus Kunststoff.
Wer ein Baby oder Kleinkind zu versorgen hat, nimmt diese Babyflaschen mehrmals pro Tag zur Hand. So ein kleines Wesen ist völlig von den Erwachsenen abhängig. Umso wichtiger ist es, dass die Produkte, mit denen ein Baby in Kontakt kommt, die Gesundheit und Entwicklung fördern und nicht gefährden. Ein Ökotest ist für Eltern also eine wichtige Entscheidungshilfe beim Kauf von Babyflaschen.

Gefährliche Hormone für Babys
Ökotest hat schon vor sieben Jahren die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit darauf hingewiesen, dass Bisphenol A in Babyflaschen gefährlich sein kann. Der Stoff dient als Basis für die Herstellung von Polycarbonat, das Kunststoffe glasklar, hitzebeständig und stabil macht. Es ist in zahlreichen Dingen unseres Alltags enthalten: unter anderem in CDs, Brillengläsern, Autoteilen, Beißringen und Babyflaschen. Bisphenol A kann sich in Babyflaschen herauslösen und eine Wirkung ähnlich dem weiblichen Hormon Östrogen entwickeln. Das Gehirn eines Babys ist noch in der Entwicklung und kann erheblich durch diesen Stoff beeinträchtigt werden. Verschiedene Tierversuche haben bereits dazu geführt, dass Bisphenol als für die menschliche Gesundheit bedenklich eingestuft wurde.

Vorsorglich neue Richtlinien
Mit dem 1. März 2011 hat das deutsche Bundesministerium für Verbraucherschutz vorsorglich ein Verbot für Babyflaschen mit Bisphenol A ausgesprochen. Es gibt noch eine Übergangsfrist von drei Monaten. Ab 1. Juni müssen dann jedoch alle Regale geräumt sein und es dürfen nur mehr Fläschchen verkauft werden, die ohne diesen bedenklichen Stoff hergestellt wurden.

Tipps zum Kauf
Es ist also allen Eltern anzuraten, Babyflaschen vor dem Kauf genau zu prüfen. Wahrscheinlich ist es auch ratsam, die Fläschchen vor Ort zu kaufen und nicht in einem Urlaubsort im Ausland, wo weniger strenge Richtlinien in der Herstellung gelten.