Babysauna: Langsam beginnen

Schon einmal von der Babysauna gehört? Die Hitze und die Dämpfe können Ihrem Kleinkind gut tun! Ab dem vierten Lebensmonat können Eltern ihre Kinder mit in die Sauna nehmen. Lassen Sie es aber langsam angehen. Regelmäßige Saunagänge werden Ihnen und Ihrem Kind gut tun. Das Immunsystem wird gestärkt, sodass Erkältungen seltener auftreten können.


Neuer Lifestyletrend oder notwendig, um das Immunsystem der ganz Kleinen zu stärken? Experten sind sich beim Thema Babysauna nicht einig. Einige halten es für eine hervorragende Maßnahme, etwas für die Gesundheit zu tun, andere sehen Saunagänge für Kleinkinder und Babys eher als schädlich an. Was ist nun dran und was sollten Eltern beachten?

Baby langsam an Hitze gewöhnen

  • Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Baby mit in die Sauna zu nehmen, sollten Sie einige Dinge beachten und es auf jeden Fall langsam angehen. Der allererste Saunagang sollte nicht länger als drei Minuten dauern, wobei die Dauer auch immer von der Temperatur abhängig ist. Umso wärmer es ist, desto früher müssen Sie die Sauna wieder verlassen. Nehmen Sie Ihr Kind regelmäßig mit, kann es nach und nach immer länger bei Ihnen bleiben. Wichtig ist, dass die letzte Fütterung etwa zwei Stunden zurückliegt, da sich das Kind sonst erbrechen könnte.
  • Nehmen Sie auf der mittleren Bank Platz, hier ist die Hitze nicht so hoch und auch die Luftfeuchtigkeit ist für das Kleine erträglich. Es kann entweder bei Ihnen auf dem Schoß sitzen oder im Arm liegen. Um die Hitze etwas erträglicher zu machen, können Sie Ihrem Baby etwas Wasser ins Gesicht sprühen. Aufgüsse mit ätherischen Ölen sind völlig tabu, da sie allergische Reaktionen hervorrufen können. Nach dem Saunagang darf das Kind auch bei der Abkühlung nicht überfordert werden. Verzichten Sie auf das Tauchbecken, gehen Sie stattdessen an die frische Luft und waschen Sie das Baby danach mit warmem Wasser (28 Grad) ab. 

Ab welchem Alter?

  • Unterschiedliche Experten mit unterschiedlichen Meinungen: Eine einhellige Ansicht darüber, ab wann das Baby in die Sauna darf, gibt es nicht. Auch Kinderärzte wissen nicht immer Auskunft zu geben. Der Saunabund empfiehlt, mindestens bis zum vierten Lebensmonat zu warten, bis die U4-Vorsorgeuntersuchung Klarheit gebracht hat, ob alles in Ordnung ist. Denn das Baby muss hundertprozentig gesund und fit sein, wenn es mit in die Sauna soll. 
  • Bei leichten Infekten oder Schnupfen müssen Sie den ersten Besuch leider noch eine Weile hinausschieben. Der Deutsche Hebammenverband spricht sich dafür aus, bis zum ersten Lebensjahr zu warten und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät, gar bis zum zweiten Lebensjahr zu warten. Letzlich müssen Sie die Entscheidung treffen, ob und wann Ihr Baby in die Sauna darf oder nicht. 

Nutzen und Risiken

  • Sauna-Fans sind begeistert von der Hitze, da sie viel für das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System tun kann. Man ist besser vor Infekten und Erkältungen geschützt und auch die Entspannung kommt nicht zu kurz. Dieselben Effekte kann ein Saunagang auch für die Kleinsten haben. Viele Eltern berichten, dass das Baby nach dem Saunagang viel entspannter ist und besser schlafen kann. Allerdings ist ein gesundheitlicher Mehrwert bis jetzt noch nicht wissenschaftlich bestätigt. Eine Studie der Unikinderklinik Magdeburg schickte 47 gesunde Babys in die Schwitzkammer: Es zeigt sich, dass allen das Schwitzen gut tat und keinerlei Nebenwirkungen zu beobachten waren.
  • Gefahren ergeben sich dann, wenn Eltern unaufmerksam sind und nicht auf Ihre Kinder achtgeben. So können sich die Babys und Kleinkinder am Ofen verbrennen oder sich Keime einfangen, die für das noch völlig unterentwickelte Immunsystem natürlich gefährlich werden können. Wichtig ist es auch, dass Sie Ihr Kind ständig beobachten. Wenn es sich nicht wohlfühlt oder anfängt, unruhig zu werden, sollten Sie sofort die Babysauna verlassen.