Babys kennen keinen Unterschied zwischen den Tageszeiten. Ob es gerade hell oder dunkel draußen ist, zählt für sie nicht. Daher sollten Eltern immer Verständnis dafür aufbringen, wenn das Baby auch dann nicht schlafen will beziehungsweise kann, wenn es eigentlich an der Zeit wäre. Dem Kind zu zeigen, wann Tag und wann Nacht ist und dass sich der Alltag danach richtet und es bestimmte Zeiten gibt, wann tatsächlich geschlafen wird, ist ein langer Lernprozess. Dieser erfordert Einfühlungsvermögen und eine Menge Geduld, lohnt sich aber, wenn tatsächlich mit der nötigen Nachsicht und Liebe an die Sache herangegangen wird
Allgemeines zum Babyschlaf
Neugeborene schlafen im Schnitt 16 Stunden am Tag. Dies aber nicht, wenn alle anderen es auch tun, sondern dann, wenn es gesättigt, zufrieden, beruhigt und dösig ist. Da der Magen des Babys noch sehr klein ist, kann es Nahrung nicht lange speichern, deshalb wird es alle drei bis vier Stunden wach. Auch nachts, was für Eltern eine anstrengende Zeit bedeuten kann. Generell muss aber mit Ihrem Baby nichts verkehrt sein, wenn es nicht die gewohnten Schlafrhythmen aufweist wie andere Kinder. Schlaf ist schon in sehr jungem Alter ein individuelles Verhalten und kann von Kind zu Kind stark variieren. Sorgen machen sollten Sie sich jedoch, wenn Ihr Baby äußerst lang und meist sehr tief schläft und auch zum Essen nicht wirklich wach wird. Auch, wenn Ihr Nachwuchs sehr unruhig schläft oder wenn nur sehr kurz, sollte zum Arzt gegangen werden.
Rituale helfen beim Einschlafen
Da Ihr Baby den Schlafrhythmus noch lernen muss, hilft es ihm sehr dabei, wenn Sie feste Rituale einrichten, die es Ihrem Nachwuchs besser erkennen lässt, wann diese spezielle Phase eintritt, die wir Nachtschlaf nennen. Solch ein abendliches Ritual können Sie folgendermaßen einrichten: Passen Sie den Moment ab, wenn Ihr Kind sonst auch immer müde wird. Baden oder waschen Sie es dann mit warmen Wasser, wenn es das angenehm findet. Ziehen Sie ihm seine Nachtsachen an und geben noch ein Mal Fläschchen oder Brust. Danach können Sie ruhig noch ausgiebig schmusen, aber auf keinen Fall wilde Spiele anfangen, damit Ihr Baby sich nicht aufregt. Danach bringen Sie es in sein Bettchen, ziehen die Spieluhr auf und setzen sich noch eine Weile daneben. Sprechen Sie mit ruhiger Stimme, singen Sie noch etwas oder lesen ein bisschen.
Solche abendlichen Rituale helfen dem Kind die besondere Tageszeit kennen zu lernen. Und auch, wenn es lange dauert bis ihr Kind nach diesen festen Vorgängen sofort einschläft, so lohnt es sich doch. Bleiben Sie auf jeden Fall dran!
Weitere Tipps, die helfen
Um die innere Uhr Ihres Nachwuchses auf den Tag-Nacht-Rhythmus einzustellen, helfen auch kleine Details. Wenn Sie es zum Beispiel nachts zum Füttern an die Brust legen, oder ihm die Flasche geben, so sollte keine helle Beleuchtung angeschaltet werden. Gedämmtes Licht und eine ruhige Atmosphäre zeigen dem Kind einen Unterschied auf.
Auch am Tag können Sie schon einiges für einen guten Babyschlaf in der Nacht tun. Studien haben bewiesen, dass Kinder, denen am Tag eine maximale Zuwendung entgegen gebracht wird, weitaus besser schlafen und schneller durchschlafen lernen. Tragen Sie Ihr Kleines deshalb viel mit sich heru, schmusen und spielen Sie mit ihm, und vor allen Dingen: Trösten Sie es oft, wenn es weint. Das hat nichts mit Verwöhnen zu tun. Babys in diesem Alter können nicht verwöhnt werden. Es liegt in Ihrer Natur, die größtmöglichste Aufmerksamkeit einzufordern.
Auch das veraltete „Schreien-lassen“ ist ein großer Fehler, den leider noch viel zu viele Mütter machen. So regt sich das Kind nur schrecklich auf und schläft nachts schlechter. Ein Urvertrauen zwischen Mutter und Kind lässt sich so nicht aufbauen.