Backofen reinigen: Wunderwaffe Salz gegen hartnäckige Verkrustungen

Backofen reinigen ist der Alptraum einer jeden Hausfrau. Doch mit ein paar Geheimtipps geht selbst diese Aufgabe leicht von der Hand.


Leckere Pommes und Pizza, selbstgemachtes Brot in der Kastenform oder der Schokoladenkuchen für Omas Geburtstag – der Ofen gehört in den meisten Haushalten zu den Lieblingsküchenutensilien. Braten, überbacken oder einfach auftauen – auch wenn man eine geeignete Form nutzt, bleiben Verschmutzungen nicht aus. Und sie sind mitunter ziemlich hartnäckig.

Industrielle Hilfe
Backofenspray, Ceranfeldreiniger und Allzweck-Scheuermilch – die Auswahl an aggressiven Reinigungsmitteln ist groß. Doch sie sind meist teuer und wenig hilfreich, gerade wenn der Ofen seit Jahren nicht mehr gründlich saubergemacht worden ist. Außerdem sind die Reiniger geruchsintensiv und greifen die Oberfläche der Innenwände an, sodass unschöne Kratzer entstehen. Der Ofen wird porös und Angebranntes kann sich jetzt noch leichter festsetzen.

Es geht auch ohne Chemie
Billiger und weniger schädlich sind Hausmittel, unter anderem Backpulver und Salz. Bei hartnäckigen Verschmutzungen hat sich Salz bewährt. Dieses wird einfach auf den Dreck gestreut, dann wird der Ofen auf 50 Grad eingestellt, sodass das Salz Zeit hat, einzuwirken. Anschließend können die nun gelösten Verkrustungen einfach mit einem weichen Lappen aufgenommen werden.
Ganz Geduldige können schon beim Zubereiten der Speisen am Ofen bleiben und bei jedem Spritzer sogleich Salz draufstreuen, so lässt sich die Verschmutzung noch leichter entfernen. Auch Backpulver saugt den Dreck von Pizza und Co. auf. Auch hier kann man es entweder gleich bei der Nutzung selbst auf die Flecken geben oder bei einer geringen Einstellung einwirken lassen.
Ergänzend kann ein Dampfreiniger zum Einsatz kommen, der den Schmutz anlöst. Mit dem Bürstenaufsatz lassen sich eingebrannte Lebensmittelreste problemlos entfernen.
Um den neuen Glanz auch lange zu erhalten, sollte der Ofen nach jedem Gebrauch warm ausgewischt werden. Wenn es doch mal Chemie sein soll sorgt auch ein Fettreiniger für den nötigen Glanz.

Der selbstreinigende Ofen
Wer keine Lust hat, nach jedem Back- oder Bratvorgang zu schrubben und zu wischen, muss investieren. Mittlerweile bietet die Industrie selbstreinigende Öfen, die sich – wie der Name schon sagt – ohne Mitarbeit der fleißigen Hausfrau, ganz allein sauber machen. Möchte man einen solchen Ofen kaufen, hat man die Wahl zwischen drei verschiedenen Systemen.

Glatt-Emaille
Diese spezielle Beschichtung wird bei einer Temperatur auf die Innenwände des Ofens aufgebrannt und soll so dafür sorgen, dass Verschmutzungen nicht mehr anhaften sondern einfach abgleiten. Klassische Backofenwände weisen hingegen mikroskopisch kleine Unebenheiten auf, die es Fettspritzen leicht machen, sich anzulagern.

Katalytische Selbstreinigung
Bei diesem System werden Rückstände von Lebensmitteln unter der Einwirkung von Sauerstoff zu Wasserdampf und Kohlendioxid umgewandelt. Und das schon beim Backen selbst, sodass der Ofen nie schmutzig wird.

Pyrolytische Selbstreinigung
Hierbei wird der Ofen auf 500 Grad aufgeheizt, unter dieser Temperatur verglühen alle vorhandenen Verschmutzungen und zerfallen zu Asche. Um die nötige Sicherheit zu gewährleisten, ist der Ofen während dieses Prozesses fest verschlossen und kann erst wieder geöffnet werden, wenn das Reinigungsprogramm beendet ist.

Ganz billig ist so ein Ofen jedoch nicht, wenigstens 500 Euro muss man schon investieren, um nie wieder auf den Knien herumrutschen zu müssen.