Bänderzerrung: Behandlungsmöglichkeiten

Das lästige Übel der Sportler – Über die Bänderzerrung und wie man sie los wird von der ersten Hilfe zur langfristigen Therapie.


Die Bänderzerrung oder Bänderdehnung wird den meisten Sportlern wahrscheinlich gut bekannt sein. Besonders bei Ballsportarten oder beim Skifahren kann man schnell eine falsche Bewegung machen und sich seine Bänder zerren. Betroffen sind dabei meist die stabilisierenden Bänder in Handgelenk/Fingern, Fuß oder Knie. Eine Bänderzerrung ist meist sehr schmerzhaft und sollte in jedem Fall ärztlich untersucht werden. Auch die beste Therapie kann noch keine sofortige Heilung versprechen, darum ist Schonung nach einer Bänderzerrung immer noch extrem wichtig. Eine nicht auskurierte Bänderzerrung kann im Alter möglicherweise starke Probleme bereiten und unter Umständen zu verfrühter Arthrose führen.Die Behandlung kann in zwei Kategorien unterteilt werden: Die erste Hilfe und die langfristige Therapie.

Erste Hilfe nach einer Zerrung
Direkt nach dem Unfall / dem Moment der Verletzung sollte versucht werden mit Hilfe von Kühlung die Schwellung einzugrenzen. Wichtig ist, dass circa 20-30 Minuten intensiv gekühlt wird. Dabei kann so ziemlich alles benutzt werden was einen kühlenden Effekt hat: laufendes kaltes Wasser, Eis, Schnee, kalte Messer, Butter oder die gefrorenen Bohnen aus dem Eisfach. Zu beachten ist jedoch, dass die Kühlung mit Eis- oder Kühlakkus nie auf bloße Haut erfolgen sollte. Dies kann zu Erfrierungen führen, welche die Schmerzen eher verschlimmern als verbessern. Umschlagen sie darum das Eis mit einem Handtuch oder Notfalls mit einem T-Shirt. Auch das Hochlegen des betroffenen Körperteils ist eine gut Möglichkeit das Anschwellen zu verhindern. Als Faustregel gilt: Je weniger Schwellung auftritt, desto schneller wird die Bänderzerrung wieder genesen. Kühlen betäubt jedoch auch den Schmerz, was in einigen Fällen dazu führt, dass der Betroffene sich für genesen hält. Das ist jedoch meist nicht der Fall und das Verfrühte Bewegen der geschädigten Bänder kann schnell dazu führen, dass die Schmerzen wieder zunehmen und der Heilungsprozess sich verlängert. Es muss darum Unbedingt darauf geachtet werden, dass das verletzte Körperteil für mindestens 2 Wochen geschont wird.

Langfristige Behandlung
Um Schonung zu verschaffen können Verbände und das so genannte „Tapen“ helfen. Dabei werden die Sehnen soweit es geht fixiert und darum weniger beansprucht. Für Verletzungen am Knie- und Sprunggelenk gibt es in der Apotheke Bandagen um das Gelenk zu entlasten, bei Verletzungen am Fingern kann das Fixieren des verletzten Fingers an einem heilen ausreichend sein und die Funktion der Hand weitgehend erhalten.  Zusätzlich kann die Heilung durch abschwellende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Salben unterstützt werden.  Wichtig ist jedoch, dass jede Bänderzerrung zuerst von einem Arzt beurteilt wird, um andere Verletzungen und Spätfolgen so sicher wie möglich auszuschließen.