Bärlapptee - Zubereitung und Anwendungsgebiete

Bärlapptee wirkt entgiftend und reinigend auf den Körper, er kann außerdem zur Schmerzlinderung und zur Heilung bestimmter Krankheiten beitragen


Der Bärlapptee wird aus den Blättern der gleichnamigen Pflanze, der schon seit langer Zeit Wunderkräfte zugeschrieben werden und die als Schutzmittel gegen bösen Zauber gilt, zubereitet. Früher hat man Bärlapp über Türen und Betten gehängt und am Hut getragen, um sicher zu sein vor schwarzer Magie. Bärlapp wird auch Hexenmehl, Drudenkraut oder Teufelsklaue genannt. Weitere Bezeichnungen wie Erdschwefel oder Blitzpulver leiten sich von seinem Einsatz in der Pyrotechnik ab. Seit dem Mittelalter werden die Sporen der Pflanze zur Erzeugung diverser Effekte benutzt, da sie heftig explodieren und sehr stark rauchen, wenn man sie ins Feuer wirft.

Dem Bärlapptee werden besondere Heilkräfte nachgesagt
Schon vor langer Zeit fand man heraus, dass Bärlapptee entgiftend wirkt und daher sogar bei schwersten Fällen von Leberleiden hilft. Der Tee lindert außerdem Erkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane, hilft bei Gicht, Rheuma, Verstopfung, Nierengrieß und Nierensteinen. Äußerlich wird Bärlapp bei vielen Hautkrankheiten und Verletzungen angewendet. Natürlich wirkt Bärlapptee auch vorbeugend, eine einwöchige Entgiftungskur reinigt den gesamten Körper. Dafür trinkt man sieben Tage lang eine Tasse täglich, unterstützend zusätzlich eine Tasse Brennesseltee, der das Wasser aus dem Körper treibt. Verboten sind Alkohol, Tabak, stark fetthaltige Nahrungsmittel und Hülsenfrüchte. Auch Fleisch sollte sparsam konsumiert werden, da Eiweiß die Nieren belastet. Es wird viel Gemüse, Nudeln und Reis, zusätzlich ein wenig Fisch, gegessen und bis zu fünf Liter Tee und Wasser, am besten stilles Mineralwasser, pro Tag getrunken.

So bereitet man den Bärlapptee richtig zu
Der Tee wirkt insgesamt blutreinigend, entgiftend, harntreibend, wundheilend, schmerzlindernd, abführend und fiebersenkend. Bärlapp steht in Deutschland und Österreich unter strengem Naturschutz, die Blätter müssen daher in der Apotheke oder in der Kräuterhandlung gekauft werden. Für die Zubereitung überbrüht man die getrockneten Bärlappblätter mit kochendem Wasser, deckt den Tee ab und lässt ihn ziehen. Danach können die Blätter entfernt werden. Im Handel sind auch geriebene Bärlappblätter erhältlich, auf ein Viertel Liter Wasser kommt hier ein Teelöffel von dem Pulver. Hinweis: Man sollte nie mehr als eine Tasse Bärlapptee pro Tag trinken, diese am besten am Morgen auf nüchternen Magen.