Bärlauchpesto selber machen

Warum fertiges Bärlauchpesto kaufen, wenn Selbermachen so einfach ist?


Bärlauch enstammt aus der gleichen Pflanzenfamilie wie Zwiebeln, Schnittlauch und Knoblauch. Die traditionelle Würzpflanze wurde schon im Mittelalter genutzt, schien aber beinahe von den Speisekarten verschwunden. Doch in den letzten Jahren erlebt Bärlauch aus gutem Grund eine Renaissance. Denn die grünen Blätter sind nicht nur gesund. sondern auch lecker und vielseitig einsetzbar. Eine besonders schmackhafte Variante ist Bärlauchpesto. Am besten schmeckt das Pesto natürlich frisch und selbstgemacht aus guten Zutaten. Dafür braucht man weder große Kochkunst noch viel Zeit oder exotische Zutaten. Ein besonderer Vorteil der rohen Zubereitung: der beim Erhitzen auftretende Verlust von Vitamin C und Geschmack wird vermieden.

Die Zutaten für Bärlauchpesto
Für vier Personen benötigt man 200 Gramm Bärlauch, 50 Gramm grob zerkleinerten Parmesankäse, 40 Gramm leicht angeröstete Pinienkerne, 150 bis 200 Milliliter Olivenöl, je nach gewünschter Konsistenz sowie Salz und Pfeffer und eventuell etwas Zucker.

Die Zubereitung
Als erstes säubern sie die Bärlauchblätter und zupfen sie in kleine Stücke. Dann geben sie diese in einen Küchenmixer oder einen Mörser. Was besser funktioniert ist Glaubenssache, der Küchenmixer macht auf jeden Fall weniger Arbeit. Wer keinen Mixer zur Verfügung hat, kann auch einen Pürierstab benutzen. Sobald der Bärlauch fein zerkleinert ist kommen der Parmesan und die Pinienkerne dazu. Dann mixen sie die Zutaten noch einmal gut durch. Das bindet die Bärlauchmasse nicht nur sondern gibt auch den typisch italienischen Pestogeschmack.
Parmesan ist dafür obligatorisch, bei den Pinienkernen kann ruhig variiert werden. Haselnüsse beispielsweise geben dem Pesto eine andere aber genauso leckere Note. Gleiches gilt für Sonnenblumenkerne, geröstete Erdnüsse oder gemahlene Mandeln. Als nächstes fügen sie soviel Olivenöl hinzu, bis das Bärlauchpesto die von ihnen gewünschte Konsistenz hat. Zum Abschluss müssen sie das Ganze dann nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte das Pesto bitter geworden sein, was vor allem bei jungem Bärlauch vorkommen kann, hilft ein wenig Zucker. Dann steht dem Genuss nichts mehr im Wege.

Ideen zum Genießen
Klassisch wird Pesto wie in Italien mit Pasta serviert. Genauso gut schmeckt es aber auch zu Brot oder Kartoffeln. Nicht zu verachten ist Bärlauchpesto auch als als würzige Beilage für Fleisch, Fisch oder Garnelen. Wie immer beim Kochen und beim Essen gilt: Erlaubt ist, was gefällt oder besser gesagt, was schmeckt. Dazu passt immer ein schönes Glas Rotwein.