Baikalsee: Marathon auf Eis

Ein sportliches Highlight unter extremen Bedingungen erwartet Sie im tiefsten Sibirien


Der Baikalsee befindet sich in Sibirien, dem asiatischen Teil Russlands und ist mit 1642 Metern der tiefste und mit mehr als 25 Millionen Jahren der älteste Süßwassersee der Erde. 1996 wurde die gesamte Baikal- Region von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Aufgrund seiner einzigartigen Flora und Fauna ist der Baikalsee in den letzten Jahren sowohl für die Forschung als auch für den Tourismus sehr attraktiv geworden. Im Winter ist er durch eine bemerkenswert dicke und feste Eisschicht bedeckt, weshalb ihn sogar LKWs passieren können und dürfen. Deshalb ist es auch möglich, dass am Baikalsee seit 2005 alljährlich ein so genannter Eismarathon stattfindet.

Der Verlauf des Marathons
Der Eismarathon erstreckt sich über die klassische Distanz von 42,195 Kilometern und verläuft dabei an den Orten am Ufer des Baikalsees entlang, die sogar durch zahlreiche Straßen miteinander verbunden sind. In seinem südlichen Teil beträgt der Abstand zwischen Ost- und Westufer ca. 40 km, was der ungefähren Länge der Marathonstrecke entspricht und daher sich dort auch der Start- (Tanhoi) und der Zielpunkt (Listvyanka) befinden. Außerdem wird seit 2007 auch ein Halbmarathon angeboten, dessen Distanz logischer Weise genau die Hälfte des normalen Marathons beträgt. Er endet dementsprechend auch genau in der Mitte des Sees, von wo aus dann ein Transfer nach Listvyanka, dem Marathonziel, stattfindet.

Risiken des Eismarathons und Vermeidungsstrategien der selbigen
Um an einem derartigen Marathon teilnehmen zu können ist eine gut gesundheitliche Konstitution unabdingbar, da man mit einer hohen Wahrscheinlichkeit extremen klimatischen Verhältnissen ausgesetzt sein wird. Vor allen Dingen Menschen, die aus wärmeren Regionen dieser Erde stammen und solch ein kaltes Klima nicht gewohnt sind, sollten besondere Vorsicht walten lassen. Es ist sicherlich ratsam, dass man ca. eine Woche vor Beginn des Events in Sibirien anreist, um sich schon einmal zu akklimatisieren und damit gesundheitlichen Risiken wie zum Beispiel Frostbeulen oder einem Kälteschock vorbeugt. Trotz der mit einem Marathonlauf verbundenen Anstrengung, sollte man definitiv Kleidung tragen, die ganz besonders kälteresistent ist. Dies schützt einen vor möglichen Unterkühlungen, deren Auftreten eine durchaus beachtenswerte Gefahr darstellt. Außerdem ist natürlich wie bei jedem anderen Marathon auch, kontinuierliche Flüssigkeitsaufnahme zwingend notwendig. Wenn all diese Hinweise beachtet werden, dann kann es eine durchaus spannende Herausforderung sein, an dem Eismarathon auf dem Baikalsee teilzunehmen.