Balkon nachträglich anbauen

Für größeren Komfort ist es möglich, einen Balkon nachträglich an ein Haus anbauen zu lassen, hierfür ist allerdings eine Baugenehmigung erforderlich.


Bei schönem Wetter sitzen viele Menschen gern draußen, um ein gutes Buch, ein Glas Wein oder einfach nur die Sonnenstrahlen zu genießen. Wer keinen Balkon hat, ist dann im Nachteil und muss das Haus oder die Wohnung verlassen. Alternativ ist es aber auch möglich, einen Balkon nachträglich an ein Haus anbauen zu lassen.

 

 

Die Baugenehmigung

  • Soll ein Balkon nachträglich an ein Haus angebaut werden, ist hierfür eine Baugenehmigung notwendig. Sie wird auf Antrag vom Bauaufsichtsamt der Gemeinde erteilt. Mit dem Antrag müssen die Beschreibung des Bauvorhabens mit den zugehörigen Zeichnungen eingereicht werden. Diese müssen von einer Person mit Bauvorlageberechtigung erstellt werden, das sind in der Regel Architekten, Bautechniker oder Handwerksmeister, in den einzelnen Bundesländern ist dies unterschiedlich geregelt. Die Bauvorlageberechtigung selbst muss auch mit dem Antrag eingereicht werden und soweit der Antragsteller nicht Eigentümer des Grundstücks ist, wird auch eine Zustimmung des Grundstückseigentümers verlangt.
  • Daneben kann auch gleich eine schriftliche Zustimmung der Nachbarn mit eingereicht werden, weil sie die Möglichkeit haben, einem Bauantrag zu widersprechen. Eine erteilte Baugenehmigung ist nur für eine bestimmte Zeit gültig, kann aber auf Antrag verlängert werden. Sie wird jedoch nur erteilt, wenn der Balkon mit den örtlichen Baubestimmungen übereinstimmt, in denen die Richtlinien für die Gestaltung von Gebäuden festgelegt sind.

 

Den Balkon nachträglich anbauen

  • Die am einfachsten zu verwirklichende Möglichkeit, das Haus mit einem Balkon zu versehen, ist die bei der das Gewicht des Balkons auf Stützen lagert und somit die Statik des Hauses kaum beeinflusst. Bei dieser Version wird der Balkon nur noch an der Hauswand befestigt. Ein weiterer Vorteil hierbei ist, dass die Verbindung kaum einen Einfluss auf die Wärmedämmung des Hauses hat, weil der Eingriff in die Außenhülle minimal ist.
  • Anbaubalkone werden von vielen Herstellern angeboten. Sie bestehen oft aus einer Stahl- oder Aluminiumkonstruktion mit einem Boden aus Beton, der dann später mit Fliesen, Holz oder Naturstein verkleidet werden kann. Einen Balkon nachträglich anzubauen, der komplett aus Holz besteht, ist auch möglich, hierbei fallen die nötigen Stützpfeiler aber sehr viel größer aus als bei einer Konstruktion aus Metall.