Ihr derzeitiger Balkonboden gefällt Ihnen nicht? Sie könnten Balkonplatten verlegen: Holz, Gummigranulat oder Beton lassen sich relativ einfach selbst verlegen. Doch Betonplatten sind gerade für Mietwohnungen als Balkonbodenbelag nicht geeignet.
Betonplatten: Mit Mörtel oder Stelzlager klappts
Betonplatten sollten frostsicher, wetterbeständig und möglichst rutschfest sein.
Bei dem Verlegen von Betonplatten sollte man an ein Gefälle denken, das natürlich vom Haus weg laufen sollte. So kann das Regenwasser ablaufen. Mithilfe einer Drainage und Holzlatten kann man selbst ein Gefälle herstellen. Im Baumarkt gibt es außerdem Flächendrainagen.
Die Platten werden meist auf den bereits vorhandenem Betonboden verlegt. Um Sie zu befestigen, benötigt man Mörtel – sowohl für den Untergrund als auch für die Platten. Beides muss mit Mörtel eingestrichen werden, so verhindert man die Bildung von Hohlräumen. Dann müssen die Platten mit einem Gummihammer festgeklopft werden.
Statt Mörtel kann man Betonplatten auch mit Stelzlagern verlegen. Diese werden an den Ecken des Balkons angebracht und sorgen für trittfesten Bodenbelag. Ein Verfugen ist dann nicht notwendig und Wasser kann ebenfalls gut ablaufen.
Entscheidet man sich für das Verlegen mithilfe von Mörtel bietet sich das nur für Eigentumswohnungen an – oder Sie klären vorher mit Ihrem Vermieter, ob der Ihnen die Veränderung genehmigt.
Holzplatten: Schnell verlegt und wohnlich
Holzplatten sind einfacher zu verlegen als Betonplatten. Sie werden auf Holzlatten verlegt, die man in Richtung des Gefälles mit einem Abstand von etwa fünfzig Zentimeter auslegt. Dann verschraubt man einfach die Platten mit den Latten. Regenwasser kann problemlos zwischen den Latten ablaufen. Die Latten können auch auf Steine gelegt werden, aber man sollte dabei immer die Höhe der Konstruktion beachten. Schnell entstehen Stolperfallen zur Balkontürschwelle hin. Auch die Brüstung wird durch einen hohen Boden deutlich niedriger – Eltern mit kleinen Kindern sollten sich dessen bewusst sein. Holz ist ein fußwarmer Bodenbelag, der wohnlich wirkt. Er muss jedoch gepflegt werden, damit er nicht faulen oder veralgen kann.
Platten aus Gummigranulat: Langlebig und pflegeleicht
Gummigranulat kennt man vor allem vom Sportplatz. Doch längst wird es auch in vielen anderen Bereichen eingesetzt. Der Balkonbodenbelag lässt sich auf Beton, Estrich und Holz verlegen. Gummigranulat weist viele Vorteile auf. Flüssigkeit kann durchsickern, der Boden trocknet schnell, er ist rutschhemmend und stoßdämpfend, pflegeleicht, langlebig und er kann nicht verrotten.
Das Verlegen ist denkbar simpel: Entweder die Granulatplatten haben ein Nut-Feder-System oder einen Reißverschluss. Die Platten lassen sich simpel mit einer Holzsäge zuschneiden. Pro Quadratmeter kosten Sie etwa 20 bis 50 Euro. Der Preis ist abhängig davon, wie dick die Platten sind. Je dicker, desto langlebiger sind sie. Es gibt die Granulatplatten in verschiedenen Farben. Einige erinnern allerdings etwas an einen Sportplatz. Bei eingefärbten Platten kann es außerdem passieren, dass die obere Schicht sich abreibt – Möbel und Bekleidung werden so schnell dreckig.