In Deutschland ist ein Balkon meist nur im Juli und August wirklich nutzbar. Wenn Sie bereit sind, ein wenig Geld anzulegen, schaffen sie mithilfe einer Verglasung einen weiteren Wohnraum auf Ihrem Balkon. Sie haben dabei die Wahl zwischen einer Komplettverglasung, die aus Ihrem Balkon einen kleinen Wintergarten zaubert, oder einzelnen Glasteilen, die nur als Windschutz fungieren. Selbst bauen kann man eine Balkonverglasung allerdings nicht. Hier müssen Handwerker ran.
Balkonverglasung: Ein kleiner Wintergarten
Wer seinen Balkon verglasen lässt, schafft sich eine Erweiterung des Wohnzimmers. Endlich ist der Balkon auch bei Wind und Wetter zu betreten. Verkehrslärm und Luftverschmutzung werden ganz einfach ausgesperrt. Ist das Wetter gut und die Sonne scheint, genießen Sie die Vorzüge eines Balkons – aber alles Unangenehme bleibt einfach draußen. Regnet es, können Sie dem Prasseln der Regentropfen auf dem Glasdach zuhören – und sich freuen, dass Ihr Balkon nicht unter Wasser steht. Und im Winter können Sie nun auch endlich Sonne tanken – ohne dabei frieren zu müssen. Eine Balkonverglasung verdunkelt nicht die dahinterliegende Wohnung und wirkt gleichzeitig isolierend.
Sie haben die Wahl zwischen Lösungen, die komplett aus Glas bestehen, oder Kombinationen aus Glas und Holz, Stahl oder Edelstahl. Verzichtet man auf Rahmen, ist das Glas quasi unsichtbar – die Illusion draußen zu sitzen, bleibt so erhalten. Außerdem können Sie wählen, ob Sie auf die Dichtung zwischen den Scheiben verzichten wollen. Für eine gute Isolierung ist es jedoch empfehlenswert, die Zwischenräume abzudichten.
Was tun gegen sich stauende Hitze?
Im Winter können Sie nun endlich auf Ihrem Balkon sitzen – aber im Sommer halten Sie es kaum aus, weil es durch das Glas zu heiß wird? Dann haben Sie sich für das falsche Glas entschieden. Am besten ist Sonnenschutzglas, das wie eine Sonnenbrille funktioniert und die Sonnenstrahlen einfach zurückwirft. Es ist speziell bedampft und hat dadurch eine dünne Metallbeschichtung.
Heute gibt es sogar schon elektronische Gläser – auf Knopfdruck wird die Dämmfunktion aktiviert. Ist es kalt, schaltet man die Funktion einfach ab. Wem das zu teuer ist, sollte sich eine Beschattung zulegen. Es gibt Verglasungen mit integrierten Jalousien, das ist selbstverständlich die einfachste Lösung. Besorgt man sich die Beschattung nach der Verglasung, sollte diese unbedingt an der Außenseite montiert werden – ansonsten ist die Hitze ja schon durch das Glas gedrungen und die Beschattung kann quasi nichts mehr auffangen – heiß ist es dann trotzdem.
Vorher Genehmigungen einholen
Sie sind Wohnungseigentümer und wünschen sich eine Balkonverglasung? Dann müssen Sie die Eigntümergemeinschaft um Zustimmunge bitten – die komplette Fassade des Mehrfamilienhauses ist schließlich durch den Umbau betroffen, daher ist eine Erlaubnis der Eigentümer Pflicht. Da es sich um eine bauliche Maßnahme handelt, ist außerdem eine Baugenehmigung notwendig.