Bandwürmer bei Haustieren - Die Natur birgt Gefahr

Es kann ganz schnell gehen, dass ihre Haustiere ihnen einen Fuchsbandwurm nach Hause schleppen. Vorbeugen können sie dem, in dem sie regelmäßig eine Wurmkur bei ihrem Tier durchführen und rohes Fleisch meiden


Die Infektion mit einem Bandwurm, der von Haustieren übertragen wird, ist zu weilen auch lebensgefährlich für den Menschen. Der Fuchsbandwurm ist ein Dünndarmparasit und verursacht Leberschäden auf Grund von tumorartigen Wucherungen. Ebenfalls bildet der Parasit Zysten in Nieren und Lunge. Auch wenn Sie keinem Fuchs zu nahe gekommen sind, ist die Ansteckungsgefahr hoch.

 

Mit dem Kreislauf der Natur kann sich der Bandwurm entwickeln. Der Fuchs überträgt den Bandwurm bei der Erbeutung von kleinen Nagertieren auf das tote Aas, welches leicht von einem Hund oder einer Katze nach Hause geschleppt werden kann. Damit kann ein Hund bei einem Waldsparziergang infiziertem Kot in Berührung gekommen sein und den Erreger somit auch auf den Menschen übertragen. Katzen, die nach Draußen dürfen, sogenannte Freigänger, können ebenfalls den Fuchsbandwurm als unwillkommenen Gast mit nach Hause bringen.

Ansteckungsgefahr
Der Katzenbandwurm wird von Mäusen übertragen, mit dem Hundebandwurm kann sich Ihr Haustier auch bei einem Flohbefall anstecken. Bei solchen Vorkommnissen ist es ratsam, Ihr Haustier mit einer Wurmkur zu behandeln und sich selbst mit ausreichender Hygiene zu schützen. Für diese Bandwurmarten fungiert der Mensch als Zwischenwirt. Bei der bloßen Vermutung einer Infektion sollten Sie Ihren Arzt, wie auch einen Tierarzt aufsuchen. Menschen werden mit Medikamenten wie Mebendazol oder Albendazol behandelt, die jedoch in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht verabreicht werden dürfen. Beugen Sie der erneuten Ansteckungsgefahr mit regelmäßiger Hygiene und dem Auskochen von Kleidung sowie Handtüchern vor.

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Prävention
Um einer Infektion mit Bandwürmern generell vorzubeugen, sind rohe Fleisch- und Fischgerichte tabu. Auch Waldfrüchte, Pilze und Fallobst sollten vor dem Verzehr sorgfältig gewaschen, wenn nicht gar erhitzt werden. Zusätzlich sollten Informationen über die Verbreitung des Fuchsbandwurms in Ihrer Region eingeholt werden. Für Ihr Haustier ist eine regelmäßige Wurmkur und Überprüfung auf eine Infektion vom Tierarzt angebracht. Auch der beste Freund des Menschen sollte nicht mit rohem Fleisch gefüttert werden und nach jeder Streicheleinheit ist das Hände waschen von großer Bedeutung. Besonders Kinder sind zur Hygiene anzuhalten, wenn sie im Freien gespielt haben.

Risiko in der Schwangerschaft
Besitzen Sie eine Katze, kann diese in der Schwangerschaft zur Gefahr werden. Katzen sind Endwirte für den Parasit Toxoplasma gondii, der Toxoplasmose auslöst. Symptome für diese Ansteckung sind Gelenk- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellungen sowie eine ansteigende Temperatur. Für den erwachsenen Menschen sind das eher auszuhaltende Beschwerden, ein Ungeborenes kann allerdings schwere Schäden davon tragen. Schwangere sollten deshalb besonders auf Hygiene im Umgang mit dem schnurrenden Gesellen achten und wenn möglich, das Katzenklo von jemand anderem säubern lassen. Gynäkologen untersuchen in der Regel recht früh das Blut Schwangerer auf Antikörper gegen Toxoplasmose. So kann die Gefahr mit Sicherheit gebannt werden oder aber die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.