Bandwürmer - Der Vielfraß im Mensch

Der gewünschte Lebensraum der Bandwürmer liegt beim Mensch im Darm. Erkennen kann man Bandwürmer an weißlichen Proglottiden im Stuhl. Krankheitssymptome treten oftmals nicht auf.


Bandwürmer zählen zu den Plattwürmern und sind Endoparasiten. Ihre Größe variiert zwischen Millimetern bis mehreren Metern. Bandwürmer bevorzugen den Darm des Menschen als Lebensraum, wo sich reichhaltige Nahrung finden. Bandwürmer müssen während ihres Entwicklungszyklus einen Wirtswechsel vollziehen. Ihre Namensgebung richtet sich dabei nach ihren Wirten.

Verschiedene Bandwürmer
Es gibt den Rinderbandwurm, den Schweinebandwurm, den Fischbandwurm, den Hunde-, Katzen- und Fuchsbandwurm und den Zwergbandwurm. Beim Letzteren ist die Größe der Namensgeber.

Bandwürmer: Mensch als Wirt
Der Mensch übernimmt bei den Bandwürmern die Rolle als Endwirt oder auch als Zwischenwirt. An der Darmwand ihres Endwirtes, zum Beispiel dem Menschen, verankern sich die Bandwürmer mit ihrem Kopf. Hierfür bedienen sie sich der an ihrem Kopf befindlichen Saugnäpfe, Sauggruben oder einem Hackenkranz. Oft schließen sich gleich sehr viele Bandwürmer mit an den Kopf an, diese werden dann als Proglottiden bezeichnet.

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Wirtswechsel der Bandwürmer
Bandwürmer besitzen sowohl weibliche als auch männliche Keimzellen, sogenannte zwittrige Keimanlagen. Der Bandwurm besteht aus mehreren Teilen. So reifen die Eier nach der Befruchtung im Bandwurm heran. Sobald sie dann reif sind, werden sie mit dem gesamten Teilbereich abgestoßen und vom Wirt über den Kot ausgeschieden. Die Larven des Bandwurms bohren sich durch die Darmwand und werden so mithilfe des Blutkreislaufes im gesamten Körper verteilt. An bestimmten Organen, wie Muskeln, Leber, Lunge, etc. setzen sie sich dann fest und bilden sogenannte „Finne“ aus. Der Endwirt isst nun das finnenhaltige Fleisch, die Finne entwickeln sich im Darm erneut zu einem Bandwurm und somit infiziert sich der Endwirt mit ihm. Wird daher die Erkrankung nicht medikamentös behandelt, entsteht daraus ein währender Kreislauf.

 Symptome und Behandlungsmöglichkeiten
Erste Anzeichen einer Infektion beim Menschen sind weißliche Proglottiden im Stuhl. Krankheitssymptome treten oftmals nicht auf. Einzig unklare Bauchschmerzen, Heißhunger und auch Appetitlosigkeit können auf einen Bandwurm hinweisen. Infizierte Kinder nehmen deutlich ab. Sollte man sich einmal mit einem Bandwurm infizieren, gibt es Medikamente um ihn wieder auszuscheiden. Um einer Infizierung vorzubeugen, sollte man Schweine- und Rindfleisch immer genügend erhitzen. Man kann sich aber auch durch das Streicheln von Hunden oder Katzen mit dem Bandwurm infizieren. 

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