Ein Basaliom ist eine Erkrankung der älteren Generation. Meist tritt sie um das 60. bis 70. Lebensjahr auf. Jüngere Menschen sind höchst selten betroffen. Je heller der Hauttyp und je südlicher sich der Wohnort befindet, desto häufiger tritt die Erkrankung auf. Das Basaliom ist ein Tumor der Oberhaut und entwickelt im Gegensatz zum Melanom so gut wie nie Metastasen. Gefährdet sind vor allem jene, die über Jahre ausgiebig und intensiv der Sonne ausgesetzt sind. So entsteht der überwiegende Teil der Basaliome auch im Gesicht beziehungsweise an lichtexponierten Stellen wie Nacken oder auf dünn behaartem Kopf. Aber auch der Handrücken kann betroffen sein.
Wie sieht es aus?
Anfangs wirkt der Tumor noch eher wie eine kleine Hautverdickung die zunehmend größer wird. Meist bricht ab einer gewissen Größe die Mitte auf und beginnt bei Kontakt zu bluten. Neben den knotigen Veränderungen gibt es noch flachere Formen. Diese sind eher hellrot und beginnen ebenfalls von der Mitte ausgehend einen Gewebedefekt auszubilden.
Was kann ich dagegen tun?
Beim Auftreten unerklärlich blutender, verdickter und geröteter Flecken im Gesicht und an den Händen empfiehlt sich der Besuch beim Hautarzt. Erfahrene Ärzte können schon beim Anblick einen ersten Verdacht auf ein Basaliom äußern. Meist wird jedoch noch eine zusätzliche Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Erst dann lässt sich eine hundert prozentige Diagnose stellen. Der Arzt wird dann auch die Indikation zur Entfernung stellen. Ein Basaliom zu belassen würde dazu führen, dass es weiter wächst. Dadurch können sogar Knochenschäden entstehen. Das vollständige Entfernen des Tumors ist die sicherste Variante zur vollständigen Heilung. Bei einem Ersteingriff liegt die Erfolgsrate zwischen 98 bis 99 Prozent. Kleinere Gewächse werden vereist oder mit Hilfe einer lokalen Betäubung schiffchenförmig ausgeschnitten und der Defekt wieder vernäht. Ist der Tumor bereits größer kann entweder mittels einer sogenannten Lappenplastik der Hautdefekt versorgt werden. Dazu legt der Chirurg über eine bestimmte Technik der Schnittführung die Grundlage zur Deckung der Wunde. Sollte das nicht ausreichen, greift der Chirurg zu einer Eigenhauttransplantation. Meist wird dazu aus den Oberschenkelinnenseiten ein ausreichend großes Hautstück entnommen und in der gleichen Sitzung der Hautdefekt, der durch die Entfernung des Tumors entstanden ist, versorgt. Nach dem ersten Auftreten eines Basalioms wird empfohlen, die Sonne eher zu meiden und wenn dann nur mit ausreichenden Sonnenschutzmitteln ins Freie zu gehen. Solarienbesuche sollten Sie auf jeden Fall meiden.