Basteln mit Kunststoffgranulat: Dekoideen

Kunststoffgranulat ist ein Stoff, der sich im Backofen leicht schmelzen lässt und mit dessen Formen Lichtspiele für verschiedenste Dekorationen geschaffen werden können.


Seine Blütezeit erlebte das Kunststoffgranulat unter den Hobby-Bastlern in den 80er Jahren. Dann wurde es still um die farbigen Krümel, doch in letzter Zeit erfreut sich der Stoff einer neuen Welle der Beliebtheit. Denn mit ihm lässt sich mit geringen Kosten, relativ wenigen Hilfsmitteln, ein wenig Geschick und einer Portion Fantasie eine Vielfalt an dekorativen Dingen herstellen.

Das Licht verleiht dem Stoff die richtige Wirkung
Die hervorstechendste Eigenschaft von Kunststoffgranulat ist der relativ niedrige Schmelzpunkt und die spätere Transparenz des Stoffes, der vor allem in der Kombination mit Sonnenstrahlen oder auch künstlichem Licht seine volle Schönheit entfaltet. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass er sowohl früher als auch heute gern für die Herstellung von Fensterbildern benutzt wird. Doch ebenso eindrucksvoll ist er als Ersatz für Glasscheiben in Türen einsetzbar. Ein Bastelspaß für die ganze Familie ist es, wenn viele kleine Teile verschiedenster Formen hergestellt und geschmolzen werden. Daraus lassen sich beispielsweise fantasievolle Mobiles oder designverdächtige Raumteiler kreieren. Aber auch künstliches Licht reicht aus, um die farbigen Flächen zum Leuchten zu bringen. Ob für die Hängelampe mit einer Glühbirne versehen oder als dekoratives Windlicht für Kerzenschein auf der Terasse, der eigenen Fantasie sind in der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Selbst als Teelichthalter kann das Kunststoffgranulat jeder festlichen Tafel Ihre ganz persönliche Note verleihen.

Kostengünstig Design-Unikate schaffen – so geht’s
In Bastel-Geschäften oder auch im Internet werden Grundpackung angeboten, die verschiedenfarbiges Kunststoffgranulat und Schmelzformen in verschiedenen Größen sowie Messingbiegebänder enthalten. Zum Schmelzen eignen sich aber auch alle Metallformen, die einer Hitze von mehr als 180 Grad standhalten. In Zukunft also keine Deckel von Keksdosen oder Ähnlichem wegwerfen. Das Granulat kann dann im Backofen auf einem Blech erhitzt werden, bis es sich verflüssigt hat. Zum Erkalten einfach herausnehmen und kurz liegen lassen, bevor Sie die Teile vorsichtig aus der Form lösen können. Sollten keine Formen zum Füllen vorhanden sein, eignet sich auch ein Keksstecher, um die Körner in die gewünschte Form zu bringen. Hierbei sollten Sie allerdings vor dem Schmelzen das Backblech ausreichend mit Alufolie belegen. Zum Durchstechen des Materials reicht eine dickere Nadel, die über einem Feuerzeug oder einer Kerzenflamme vorher erhitzt wurde.