Als Modellierton eignet sich zunächst echter Ton, am besten magerer Ton, da er weniger Wasser enthält als fetter Ton und sich beim Trocknen nicht so leicht verzieht. Mageren Ton bekommen Sie in jedem guten Bastelgeschäft. Er ist luftdicht verschlossen zu lagern. Bevor die modellierte Tonarbeit gebrannt werden kann, muss sie einige Tage an der Luft trocknen, bis sie eine hellere Färbung angenommen hat. Dann folgt der Rohbrand, auch als Schrühbrand bekannt. Erst nach dem Schrühbrand kann die Arbeit mit Keramikfarben bemalt und glasiert.
Modelliermasse mit tonartigen Eigenschaften
Neben echtem Ton gibt es noch die so genannte lufttrocknende Modelliermasse mit tonartigen Eigenschaften, die von verschiedenen Herstellern ebenfalls als Modellierton angeboten wird. Diese Modelliermasse benötigt einige Tage, bis sie trocken und fest ist und kann danach bemalt oder auch weiter bearbeitet, etwa gesägt, geschliffen oder durchbohrt werden.
Grundlegende Gestaltungstechniken
Zur Herstellung von Bechern, Schalen und anderen Gefäßen eignet sich die Daumentechnik. Dabei wird aus dem Ton eine Kugel geformt, diese etwas geplättet, sodass ein Boden entsteht und mit dem Daumen eine Vertiefung fast bis zum Boden in den Ton gedrückt. Danach werden die so entstandenen, zunächst sehr dicken Wände des Gefäßes durch Innendruck des Daumens und Außendruck der anderen Finger bis zur gewünschten Stärke verdünnt, wobei das entstehende Gefäß in der anderen Hand gehalten und gedreht wird.
Bei der Plattentechnik wird der Ton zunächst mit einem Nudelholz ausgerollt und längs von Schnittmustern oder einem Lineal ausgeschnitten. Dann werden die einzelnen Platten zusammengefügt. Tipp: Legen Sie den Ton beim Ausrollen zwischen zwei gleich starke Kanthölzer. So erhalten sie Platten von regelmäßiger Dicke. Bei derartig zusammengesetzten Tonarbeiten sind die Nahtstellen mit Schlicker zu versehen. Schlicker ist mit Wasser versetzter Ton.
Besonders vielseitig im Hinblick auf die Gestaltungsmöglichkeiten ist das Herstellen einer Vollplastik. Wie bei der Daumentechnik beginnen sie hier mit einem einfachen Klumpen Modellierton, drücken, schaben, schneiden und verstreichen ihn und geben ihm so die gewünschte Form. Den Möglichkeiten der kreativen Gestaltung sind hier keine Grenzen gesetzt.
Beide Techniken sind auch bei der Arbeit mit Modelliermasse anwendbar.