Baunscheidt-Behandlung

Bei dem Baunscheidt Verfahren wird die Haut mit Spezialnadeln eingeritzt. Nun wird ein Spezialöl aufgetragen, das wie die Nadeln eiterbildend wirkt. Über die Entzündungen sollen schädliche Stoffe aus dem Organismus abgeleitet werden.


Die Baunscheidt Behandlung ist ebenfalls ein ausleitendes Verfahren und wurde im 19. Jahrhundert von Carl Baunscheidt entwickelt, um Giftstoffe und Schlacken aus dem Organismus zu leiten.

Durchführung:
Die Behandlung kann mit verschiedenen Geräten durchgeführt werden, welche jedoch durch die angebrachten Nadeln einen sehr ähnlichen Effekt erzielen. Nachdem die Haut von den Spitzen eingestochen wurde, wird auf die betroffene Hautstelle ein Spezialöl aufgetragen. Früher wurde ein sehr hautreizendes und krebsförderndes Mittel verwendet, welches heute von weniger schädlichen Substanzen oder teilweise auch einem kompletten Verzicht auf diese Art der Nachbehandlung ersetzt wurde.  

  

Wirkung:
Nach kurzer Zeit bilden sich in dem behandelten Segment kleine Eiterpickel, welche jedoch ein erwünschtes Zeichen für die giftausleitende Wirkung sind. Nach ein bis zwei Wochen verschwinden die Pusteln von alleine. Die Behandlung soll den Körper angeblich von sämtlichen Giftstoffen und Schlacken befreien und ist somit für nahezu jedes Krankheitsbild geeignet.   

 

Einschränkungen:
Die Baunscheidt Behandlung verfügt über keine wissenschaftlichen Belege und ist somit als fragwürdig anzusehen. Nebenwirkungen können etwa durch Unverträglichkeit des Öls oder das generelle Infektionsrisiko offener Wunden ausgelöst werden.