Bayerische Gerichte: Reichhaltig und herzhaft

Deftig und viele Kalorien? Oh ja – dafür umso köstlicher! Typisch bayerische Gerichte sind allerdings selten etwas für Vegetarier.


Schon vor dem Mittag eine Wurst und ein Bier, zum Mittag Knödel, Kraut, Braten und Soße und zum Nachtisch noch eine Mehlspeise? In den meisten Fällen herzhaft, auf jeden Fall aber üppig geht es in der süddeutschen Küche zu. Bayerische Gerichte erinnern stark an die Küchen in Österreich, Schwaben und Böhmen.

Bayerische Gerichte: Zum Mittag gibt's Fleisch, zum Fühstück auch

  • Traditionell wird die Weißwurst nur bis zwölf Uhr Mittags serviert und gilt in Süddeutschland tatsächlich als (zweites) Frühstück – zusammen mit einer großen Brezn und einem Weizenbier (das in Bayern Weißbier heißt). Tellerfleisch ist ebenfalls eine beliebte Zwischenmahlzeit. Hierbei handelt es sich um gekochtes Rindfleisch, das mit Meerrettich und Schnittlauch serviert wird.
  • Damit es so richtig schön deftig schmeckt, kommt man bei einer klassischen bayerischen Hauptspeise nicht an Fleisch vorbei. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Schweinshaxn? Der Schweineschenkel wird mit Haut und Knochen serviert, dazu gibt es Kraut sowie Semmel- oder Kartoffelknödel. 
  • Surhaxn ist die noch etwas fettere Variante. Schweinsbraten ist ebenfalls ein Klassiker der bayerischen Küche. Oft wird er auch als Bierbraten serviert, zum Braten wird dann also eine Biersoße gereicht. Wildgerichte finden sich dank der vielen Wälder ebenfalls häufig in Bayern. Auch Innereien, wie zum Beispiel saure Lüngerl, Kalbsnieren, Kutteln oder gebackener Kalbskopf sind im südlichsten Bundesland beliebt.

Knödel ist nicht gleich Knödel

  • Als Beilage werden entweder Semmelknödel oder Kartoffelknödel serviert. Wie der Name schon sagt, werden Semmelknödel aus alten Brötchen sowie Eiern, Milch, Salz und Petersilie hergestellt. Kartoffelknödel sind genauso lecker, haben aber etwas weniger Kalorien. Ob dies bei einem Bayerischen Menü jedoch eine Rolle spielen sollte, müssen Sie schon ganz alleine entscheiden.
  • In Bayern werden außerdem gerne Suppen gegessen – und natürlich hat man sich dazu auch die richtigen Knödel ausgedacht. So gibt es eine Suppe mit Grießknödeln und Leberknödeln. Die Bayern lieben die herzhafte Beilage so sehr, dass sie sie sogar mit Salat verbinden: Knödelsalat eignet sich wunderbar für Knödelreste. Sie werden einfach kleingeschnitten und mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer angemacht.
  • Zwetschgenknödel sind Kartoffelknödel, in deren Mitte sich eine Zwetschge versteckt. Dazu gibt es Zimt und Zucker oder Vanillesoße. Wer nach der sättigenden Hauptspeise noch Appetit hat, kann sich an einer typisch bayerischen Süßspeise versuchen. Zwetschgendatschi beispielsweise ist ein Pflaumenblechkuchen.
  • Bayerische Gerichte haben ihre Eigenheiten. Damit Sie mit original bayerischen Rezepten zurechtkommen, haben wir für Sie die wichtigsten Begriffe aus der Küche gesammelt: Semmel – Brötchen, Schwammerl – Pilze, gelbe Rüben – Möhren, Erdäpfel – Kartoffeln, Reherl – Pfifferlinge, Radi – Rettich, Obatzda – Camembert mit Kümmel, Schnittlauch und Zwiebel, Fleischpflanzerl – Frikadelle/Bulette.