Baytril: Medizin fürs Haustier

Baytril ist ein Antibiotikum, basierend auf dem Wirkstoff Enrofloxacin. Es ist ein vielseitig einsetzbares Bakterizid, welches eigesetzt wird, um Bakterien abzutöten.


Baytril ist für fast alle Tiere geeignet. Es hilft bei vielen Infektionen und Entzündungen. Angewandt wird dieses Medikament bei Hunden, Katzen, Mäusen, Hühnern, Kälbern und Rindern sowie Schweine, aber auch Exoten. Dabei werden Infektionen der Atemwege, der Verdauungswege und der Haut geheilt. Bei Hühnern werden auch ansteckende Schnupfen oder E. Coli mit diesem Medikament behandelt.

Wie wird Baytril angewandt?
Dieses Medikament wird grundsätzlich oral, also durch die Mundöffnung, oder parental, sprich als Injektion, verabreicht. Baytril ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das Sie bei Ihrem Tierarzt erhalten können. Die erhältlichen Konzentrationen liegen bei 0,5 bis zehn Prozent. Als Antibiotikum sollte das Medikament über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. Fünf bis maximal 14 Tage sollte die Behandlungsdauer dabei sein. Sollten Sie Schwierigkeiten haben die Medizin oral verabreichen zu können, können Sie ansonsten ein ganz besonderes Leckerli Ihres Lieblings mit der Medizin beträufeln oder, im schlimmsten Fall, bestreichen Sie das Fell damit und warten Sie bis das Tier sich ableckt und säubert. Achten Sie aber immer darauf, dass keine anderen, gesunden Tiere das Medikament einnehmen, denn das kann verheerende Folgen haben. Resistenz könnte später einmal das Leben kosten. Bei der Verabreichung mit der Spritze kann Ihnen Ihr Tierarzt die besten Kniffs und Tricks zeigen, lassen Sie sich ordentlich einweisen, bevor Sie Ihrem Tier den Wirkstoff mit der Spritze verabreichen.

Welche Nebenwirkungen kann Baytril hervorrufen?
Wie bei vielen Medikamenten sollte Baytril nicht mit bestimmten anderen Medikamenten in Kombination eingenommen werden. Dazu gehören Medikamente wie Chloramphenicol, und Tetracyclinen. Eben so sollte man nicht mit Makrolid-Antibiotika mischen, da sich sonst die Wirkung einfach aufhebt.
Kalzium hemmt ebenfalls die Wirkung von dem Wirkstoff, deswegen sollten stark Kalzium haltige Nahrungsmittel nicht gleichzeitig verabreicht werden. Das heißt, Milch sollte in dieser Zeit nicht Bestandteil des Futters sein. Bei extrem hoher Dosis wurden Knorpelschwächungen in einem Experiment mit Ratten festgestellt. Daher sollte das Medikament nicht angewendet werden, wenn bereits Knorpelwachstumstörungen vorliegen. Auch bei Anfallsleiden oder Resistenz gegen Chinoloen ist von einer Behandlung abzuraten.