Beamtengehalt: so viel verdienen Staatsbedienstete

Anspruch auf das Beamtengehalt haben Personen die von einem Dienstherrn zu Beamten ernannt wurden.


Beamte stehen in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis zu ihrem Dienstherrn.
Zur Begründung eines Beamtenverhältnisses bedarf es der Ernennung durch den Dienstherrn, diese erfolgt mittels Übergabe einer Ernennungsurkunde und der Ableistung eines Diensteides. Im Gegensatz zu einem Angestellten sind die Rechte und Pflichten eines Beamten nicht in einem Arbeitsvertrag sondern gesetzlich geregelt. Die Dienstherrenfähigkeit und damit die Erlaubnis Beamte zu ernennen, haben in Deutschland der Bund, die Länder und die kommunalen Gebietskörperschaften (Bezirke, Landkreise, Gemeinden). Der Dienstherr hat gegenüber seinen Beamten eine Fürsorgepflicht, unter anderem zu einer dem Amt angemessenen Alimentation (Besoldung) und Unterstützung im Krankheitsfall (Beihilfe) sowie einer angemessenen Pension im Alter. Die Zusammensetzung des Beamtengehaltes richtet sich nach der Bundesbesoldungsordnung, Abhängig ist diese von der Qualifikation und dem Alter.

Weitere Faktoren
Das Beamtengehalt setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen, in Abhängigkeit des Beamtenverhältnisses, der Laufbahn, des Alters, der Dienststelle und des Familienstandes. Beim Beamtenverhältnis gibt es lediglich zwei Unterschiede, der eine ist: während der Ausbildung beziehungsweise des Studiums ist der Auszubildende beziehungsweise Student bereits schon zum Beamten ernannt, nämlich zum Beamten auf Widerruf, diese allerdings endet kraft Gesetz nach der Ausbildung oder dem Studium. Während der zweijährigen Ausbildung, beziehunsgweise des dreijährigen Studiums (Vorbereitungsdienst) erhält der Beamtenanwärter die so genannten Anwärterbezüge. Beamten, die bereits zu Beamten auf Probe oder Beamte auf Lebenszeit ernannt wurden, erhalten ein Grundgehalt, welches ihrem Amt entspricht.

Die Laufbahn
Maßgebend für die Erteilung eines Amtes ist die Laufbahn in der der Beamte ausgebildet wurde. Es gibt vier verschiedene Laufbahnen, den einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst. Nach der Ausbildung, beziehungsweise dem Studium, erhält der Beamte eine Amtsbezeichnung und das Eingangsamt der jeweiligen Laufbahn. Dieses Amt ist einer Besoldungsgruppe zugeordnet, anhand der Besoldungstabelle ist dann ersichtlich welches Grundgehalt dem Beamten zusteht. Das Alter ist für die Einstufung relevant, denn der Beamte wird neben der Besoldungsgruppe einer Besoldungsstufe eingeordnet, die dem Lebensalter entspricht.

Anmerkung
Die Besoldungstabelle ist vertikal in Besoldungsgruppen gegliedert und horizontal in Besoldungsstufen. Der Schnittpunkt zwischen Besoldungsgruppe und -stufe ist dann das maßgebende Grundgehalt des Beamten. Des Weiteren erhalten einige Beamte auf bestimmten Dienststellen eine so genannte Stellenzulage zu ihrem Beamtengehalt. Eine solcher Stellen ist zum Beispiel die Berufsfeuerwehr. Der Beamte erhält zudem einen Familienzuschlag in Abhängigkeit seines Familienstandes und der Anzahl der Kinder.

Zuständigkeit
Seit der Föderalismusreform ist das Besoldungsrecht von Beamten Sache der Länder, lediglich der Status wird Bundesweit im Beamtenstatusgesetz geregelt. Daher variieren die jeweiligen Beträge von Bundesland zu Bundesland.