Körperlich fitte Menschen haben besseren Sex. So kann man das Ergebnis einer umfassenden Studie deutscher und amerikanischer Sportwissenschaftler zusammenfassen. Sie bestätigt, dass Menschen, die einer sportlichen Betätigung nachgehen, häufiger Sex und befriedigendere Orgasmen haben. Dabei muss es sich nicht etwa um Leistungssport handeln, vielmehr geht es um eine generelle körperliche Aktivität wie in etwa in Form von Yoga, Gymnastik oder auch gemeinsames Tanzen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Durch Workout-Übungen steigt die physische Attraktivität. Die für ein erfolgreiches Liebesspiel erforderlich Ausdauer und Kraft werden trainiert. Nicht zuletzt werden die Genitalzonen stärker durchblutet.
Beckenbodengymnastik
Zunächst ist es entscheidend, die richtige Muskelgruppe zu finden, um mit einem entsprechenden Training beginnen zu können. Nehmen Sie eine liegende oder sitzende Position ein und kneifen Sie den Schließmuskel zusammen. Sie spüren nun einen eindeutigen Zug in der Harnröhre und unter dem Becken. Andere Körperteile, wie zum Beispiel der Bauch und der Po sollten dabei allerdings nicht angespannt oder bewegt werden. Ihr Frauen- oder Hausarzt und Ihre Krankenkasse werden Ihnen gern umfangreiches Informationsmaterial für die verschiedenen Übungen zur Verfügung stellen. Denn eine gute Beckenbodenmuskulatur ist nicht nur Voraussetzung für prickelnden Sex, sondern hilft auch gegen unkontrollierten Harnverlust. Besonders junge Mütter sollten nach der Geburt unbedingt für eine ausreichende Beckenbodengymnastik sorgen. Nur durch einen trainierten Beckenboden kann sich die Orgasmusfähigkeit beim Sex und das Lustempfinden überhaupt sicherstellen. Einzelne Übungen können Sie sogar direkt ins Liebesspiel integrieren. Je besser Sie und länger Sie das Muskelspiel beherrschen, desto sicherer und lustvoller können Sie damit beim Sex umgehen.
Yoga
Auch Yoga-Dehnübungen stärken die Muskulatur. Sie lockern darüber hinaus Verspannungen und sorgen für mehr Gelenkigkeit. Die aus Indien stammende Selbsterfahrungsmethode sorgt mit ihren Atem- und Körperübungen für innere Ruhe und Relaxtheit. Richtig angewendet, kann Yoga eine harmonisierende Wirkung auf Ihr Sexleben haben. Atemtherapie, autogenes Training oder die Methoden der progressive Muskelentspannung nach Jacobson sind schnell und einfach zu erlernen. Am besten suchen Sie sich jedoch eine fachliche Anleitung. Yoga-Kurse werden oftmals sogar von der Krankenkasse gezahlt. Angebote finden Sie unter speziell qualifizierten Ärzten, Bewegungstherapeuten oder Psychologen.
Die etwas andere Sex Gymnastik
Sex und Sport schließen sich nicht aus. Im Gegenteil! Auch der Liebesakt an sich eignet sich ideal sowohl zum Stressab- als auch Muskelaufbau. Für Freunde des Experimentierens gibt es durchaus Stellungen mit sportlichem Charakter, von gemeinsamen Dehnungsübungen angefangen bis hinzu zur hohen Kunst der Sexualtechniken des Kamasutra.