Beckenschiefstand: Ursachen, Symptome, Behandlung

Ein Beckenschiefstand verursacht viele Probleme und Schmerzen im Rücken oder an den Gliedmaßen und sollte daher unbedingt richtig behandelt werden.


Rückenleiden sind heutzutage zu einer Art Volkskrankheit geworden. Jeder dritte Deutsche klagt bereits über Schmerzen im Rücken, Tendenz steigend. Orthopäden diagnostizieren dabei immer häufiger einen so genannten Beckenschiefstand. Leider mit dem Ergebnis, dass den Betroffenen oft nicht dauerhaft und effektiv geholfen werden kann. Denn oft lautet die Erklärung, das Becken sei schief, weil eines der beiden Beine kürzer sei. Dies wird meist mit einem Schuhhöhenausgleich behandelt, mit Einlagen, Gymnastik, Chirotherapie, Krankengymnastik oder Injektionen. Dabei wird lediglich an den Symptomen angesetzt, was keine dauerhafte Besserung bringt. Der eigentliche Schiefstand wird nicht wirklich behandelt und deshalb kann auch keine dauerhafte Besserung erzielt werden. Die Patienten leiden weiter unter den Beschwerden und Nachfolgeerkrankungen können eine weitere, sehr unangenehme Konsequenz sein.

Ursachen und Symptome
Häufig entsteht ein Beckenschiefstand bereits während der Geburt oder in den ersten Lebensjahren. Nur selten ist ein Bein wirklich auf Knochenebene verkürzt. Aufgrund der Beckenschrägstellung sind beide Beine ein wenig aus der ursprünglichen Lage im Hüftgelenk herausgedreht. Das hat zur Folge, dass Hüft-, Knie- und Fußgelenke ein bisschen zu schräg stehen. Somit müssen kleinere Gelenkflächen die Last und Kraft beim Stehen und auch in der Bewegung aufnehmen. Dies führt zu frühem Gelenkverschleiß. Auch eine falsche Fußstellung ist die Folge. Schmerzen in den Beinen, im Lendenwirbelbereich und anderen Regionen des Rückens sind vorprogrammiert.

Behandlungsmöglichkeiten
Häufig bekommen Patienten die Diagnose Bandscheibenvorfall. Doch in den wenigsten Fällen ist dies die tatsächliche Ursache für einen Schiefstand des Beckens. Und so bleiben die typischen Symptome wie beispielsweise schmerzhafte Muskelverhärtungen im Bereich der Lendenwirbelsäule bestehen. Diese Myogelosen oder Trigger Points sollten jedoch unbedingt behandelt werden, denn sonst wird der betroffene Patient weiterhin unter starken Ischiasnervschmerzen leiden, die meist einseitig in das rechte oder linke Bein ausstrahlen und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen. Sicherlich ist sportliche Betätigung auch im Falle eines Beckenschiefstandes angeraten, wobei sie sich jedoch auf sanfte Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Wandern beschränken sollten, um dauerhafte Schädigungen zu vermeiden. Vielfach berichten Patienten, eine alternative Methode habe ihnen geholfen, die von einem erfahrenen Heilpraktiker oder Chiropraktiker durchgeführt wurde und die gänzlich ohne Medikamente auskam. So können auch Menschen in fortgeschrittenerem Alter, die unter Beckenschiefstand leiden, dauerhafte Hilfe erfahren.