Bedingungen der Umzugskostenpauschale: Der Bonus vom Arbeitgeber

Die Bedingungen der Umzugskostenpauschale regeln die Besteuerung der Zahlung ihrer Umzugskosten vom Arbeitgeber.


Grundsätzliche Voraussetzungen für eine Erstattung seitens des Arbeitgebers ist ein beruflich veranlasster Wohnungswechsel. Dabei gilt keine doppelte Haushaltsführung, denn hier kann nicht vom einem „Umzug“ mit Lebensmittelpunktverlagerung ausgegangen werden. Die Umzugskosten selbst können allerdings auf verschiedene Art und Weise bezuschusst oder komplett erstattet werden. Die Bedingungen der Umzugskostenpauschale regelt die sonstigen Umzugskosten, die nicht direkt Transport-, Reise- oder Umzugskosten sind. Bei Erstattung der Pauschale durch den neuen Arbeitgeber legt das Finanzamt dabei Wert auf einige wichtige Details. Die Pauschale kann übrigens entweder vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet oder am Jahresende bei der Steuererklärung angefordert werden.

Was gehört zur Pauschale
Die Bedingungen der Umzugskostenpauschale regeln unter anderem den Ansatz der Kosten. Hierzu gehören alle sonstigen Kosten, die nicht direkt als Umzugskosten zu bezeichnen sind, sondern nebenbei anfallen. So zählen Verpflegung der Umzugshelfer wie auch Trinkgelder dazu, die eventuellen Makler- oder Anzeigenkosten zum Suchen der neuen oder Abgeben der alten Immobilie wie auch alle durch den Umzug entstandene behördliche Kosten. Denn das Auto muss umgemeldet, ein neuer Ausweis beantragt, Kinder umgeschult und nicht zuletzt das Telefon umgemeldet werden. Selbst Kosten, die für Auf- und Abbau von Einrichtungsgegenständen entstehen oder Rückbaukosten sind dabei zu berücksichtigen.

Höhe und Verwendung der Pauschale
Für die Höhe gelten ebenfalls Bedingungen der Umzugskostenpauschale. Seit Januar 2010 werden für Ledige 636 Euro, Verheiratete 1.271 Euro und jede weitere betroffene Person 280 Euro angesetzt. Übrigens erhöht sich die Pauschale um 50 Prozent, falls in den letzten fünf Jahren schon ein beruflich bedingter Umzug erfolgte. Für Umzüge innerhalb der EU werden die Pauschalen ebenfalls erhöht, nämlich um 380 Euro, 760 Euro beziehungsweise 100 Euro je Kind. Sind die sonstigen Umzugskosten höher als die Pauschale für den gesamten Haushalt, kann mit einem Einzelbelegnachweis bei der Steuererklärung gearbeitet werden. Dabei bitte beachten: Sind die Kosten wirklich ausschließlich durch den Umzug bedingt oder fallen sie eher unter „Werbungskosten“, werden sie vom Finanzamt nicht anerkannt.

Hat der Arbeitgeber die Kosten erstattet, ist diese Zahlung steuer- und abgabenfrei und muss entsprechend in der Steuererklärung berücksichtigt werden. Ansonsten macht man die Pauschale, oder durch Einzelnachweise höhere Kosten, beim Finanzamt geltend.