Begonien – Pflegetipps

Hier finden Sie nützliche Informationen zu den Lieblingsblumen vieler Hobbygärtner, den Begonien, und erfahren, wie wichtig die richtige Pflege ist.


Kennen Sie Begonien, diese wunderschönen Pflanzen, die uns immer wieder mit ihrer Vielfalt an leuchtenden Blütenfarben erfreuen? Holen Sie sich doch mit diesen schönen Blütepflanzen vorab schon einen Hauch von Frühling in Ihr Heim.

Über die Herkunft und die Hauptmerkmale der vielseitig einsetzbaren Gewächse
Begonien gehören zu der großen Familie der Schiefblattgewächse. Der Name stammt von den sehr auffällig unsymmetrisch geformten Blättern. Gärtnerisch genutzte Begonien sind Züchtungen aus verschiedenen Stammarten. Außerdem werden der Begonie etwa 1500 unterschiedliche Arten zugeordnet, damit gehört sie mit zu einer der artenreichsten Pflanzengattung. Die Ursprungsformen der heutigen Begonie findet man in den tropischen Regenwäldern Südamerikas. Benannt und entdeckt wurde sie 1690 von Charles Plumier, einem französischen Botaniker und Franziskanerpater, der sie zu Ehren nach dem französischen Marineoffizier Michel Bégon, einem Reisegefährten benannte. Viele Arten und Sorten der Gattung Begonia werden je nach Art, als Balkon-, Beet-, Zimmer- oder Terrarienpflanze kultiviert.

Pflanz- und Pflegetipps zu den Begonien
Wie Sie sich bestimmt denken können, bevorzugt die Begonie aufgrund ihrer exotischen Herkunft einen warmen und halbschattigen bis sonnigen Standort ohne Zugluft. Wenn Sie sich eine Begonie für den Innenbereich gekauft haben, sollte der neue Standort für diese nicht in der prallen Sonne sein. Denken Sie auch an das Regelmäßige Gießen während der Wachstumsphase und der Blütezeit. Haben Sie ebenfalls ein Auge auf die empfindlichen Blätter der Begonia, denn wenn jene zu viel Nässe abbekommen, kann es zu einem Pilzbefall kommen. Ebenso verhält es sich mit Ballentrockenheit und Staunässe, die unbedingt vermieden werden sollten, da es sonst zu Echten und Falschen Mehltau oder zu unnatürlichem Blatt- und Blütenfall kommen kann. In den Sommermonaten dürfen Sie gerne zusätzlichen Nährstoff etwa alle zwei Wochen verabreichen. Im Winter empfiehlt sich dagegen nur gelegentliches Düngen. Haben Sie sich für eine Begonie für den Außenbereich entschieden? Dann sollten Sie diese vor dem ersten Frost zur Überwinterung herein holen und am Besten in einen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit und einer konstanten Temperatur bei etwa 16°C unterstellen. Wenn Ihre Pflanze während dieser Zeit Blätter und Blüten verlieren sollte, bekommen Sie keine Angst, dass ist meistens völlig normal und hat mit dem Standortwechsel zu tun. Nach der Überwinterung raten wir Ihnen vorerst zu einer sparsameren Bewässerung der Pflanze, bis diese wieder neu austreibt.

Die einfache Vermehrung von Begonien
Begonien blühen in der Regel nur ein einziges Mal. Aber es ist durchaus möglich, eine Vermehrung von der Mutterpflanze durchzuführen. Hier zwei der gebräuchlichsten Vermehrungsarten bei Schiefblattgewächsen: Haben Sie sich für die einfache Vermehrung durch Kopfstecklinge entschieden, wird als erster Schritt eine etwa fünfzehn Zentimeter lange Triebspitze einer Pflanze dicht unter einem Blattknoten abgeschnitten. Die unteren Blätter des abgetrennten Triebes werden entfernt und der Steckling in ein geeignetes Substrat gepflanzt. Halten Sie den Steckling gleichmäßig feucht und warm und die ersten neuen Triebe werden sich bald zeigen. Bei der Vermehrung durch Blattstücke wird das ausgesuchte Blatt mit einem scharfen Messer quer zur Hauptader in etwa zwei cm breite Stücke geschnitten. Die einzelnen Stücke werden nun mit dem unteren Ende der Hauptader in das bereit gestellte Substrat gesteckt und ebenfalls gleichmäßig feucht und warm gehalten.

Unser besonderer Tipp zum Schluss
Wie Sie nun erfahren haben, sind Begonien sehr empfindlich gegenüber unangebrachter Nässe. Kontrollieren Sie deshalb vor dem Kauf die Stielansätze der Begonie, ob diese matschig oder glasig sind.