Das Essen war so lecker, der Wein so gut, der Abend so nett – und die Nacht wird zur Qual: Blähungen, Bauchschmerzen und Magendrücken sind häufig die Folge von ungewohntem, spätem oder üppigem Essen und halten die Betroffenen lange wach. Doch gegen Bauchschmerzen harmloser Ursache ist durchaus ein Kraut gewachsen. Es gibt zahlreiche bewährte Hausmittel, die Blähungen lösen und den gestressten Darm unterstützen.
Die richtige Behandlung: Schonhaltung kann zu baldiger Entspannung führen
Bei akutem Völlegefühl, das von Blähungen begleitet wird, hilft es zunächst, die Beine in der Rückenlage leicht anzuziehen und damit die Bauchspannung abzubauen. Vielen Menschen tut es gut, die Hände flach auf den Unterbauch zu legen oder ihn sanft zu massieren. Alternativ kann eine Wärmflasche zur Hälfte mit heißem Wasser gefüllt und, umwickelt mit einem Frotteehandtuch, auf den Bauch gelegt werden. Zu prall gefüllte Wärmflaschen wirken wegen ihren hohen Gewichts eher störend und können die Beschwerden verschlimmern. Tees auf der Basis von Pfefferminze, Kümmel, Fenchel, Melisse, Zimt, Ingwer oder Kamille lindern den Druck im Bauch und wirken verdauungsunterstützend. Vor allem Kümmel hat sich als Krampflöser bei Blähungen bewährt. Von dem viel gepriesenen Verdauungsschnäpschen ist eher abzuraten: Alkohol schädigt die sensible Magen- und Darmschleimhaut. Wer keine Tees mag, ist mit pflanzlichen Magentropfen auf Kräuterbasis besser beraten. Menschen, die das stille Liegen als unangenehm empfinden, sollten versuchen, den Schmerzen mit einem entspannten, langsamen Spaziergang an der frischen Luft zu begegnen. Auch das bewusste Ein- und Ausatmen in den Unterbauch hat einen beruhigenden Effekt.
Stress mindern, Konflikte lösen und für Bewegung sorgen
Psychisch bedingte Bauchschmerzen lassen sich ebenfalls gut mit Tees, Wärme und Bewegung behandeln – allerdings sollte zusätzlich Ursachenforschung betrieben werden, um den Beschwerden dauerhaft den Garaus zu machen. Ständiger Stress, Angstattacken oder schwelende Konflikte stehen einer Heilung im Wege und sollten mithilfe einer Gesprächstherapie geklärt und minimiert werden. Sanfte Sportarten und Entspannungsübungen sind eine gute Unterstützung auf dem Weg zu einem Leben ohne Reizdarm. Sport wirkt langfristig positiv auf die Psyche, fördert den Schlaf und mindert Angst.
Bei Verstopfung Ernährung umstellen
Verstopfung geht meistens Hand in Hand mit drückenden Schmerzen im Unterbauch und einem ständigen Völlegefühl. Eine Umstellung der Ernährung auf ballaststoffreiche Lebensmittel, der Verzicht auf zu viel Fleisch und Fett, Bewegung sowie regelmäßiges Trinken von zwei bis drei Liter Wasser am Tag kann die lästige Verstopfung lösen. Mit Abführmitteln sollte auf keinen Fall experimentiert werden, da sie den Darm aus dem Gleichgewicht bringen können. Ist mehrere Tage lang kein Stuhlgang möglich, sollte ein Arzt aufgesucht werden.