Behandlung der Tendovaginitis

Tendovaginitis oder Sehnenscheidenentzündung – Ein schmerzhaftes Gelenkleiden, das Massen Betrifft.


Tendovaginits oder auch eine Sehnenscheidenent- zündung ist, wie der Name schon sagt, eine Entzündung der Sehnenscheiden. Begleitet von oft starken Schmerzen, tritt sie meist am Handgelenk auf und zwingt den Betroffenen zum Schonen der jeweiligen Hand.

Ursachen von Tendovaginitis
Tendovaginitis kann entweder durch Überanstrengung der Sehnenscheide oder durch eine bakterielle Infektion entstehen. Besonders Sportler und Menschen, welche in ihrem Beruf anstrengende und repetitive Arbeiten mit den Händen erledigen müssen, sind von dem ersten Typ betroffen. Besonders gefährdete Berufsgruppen sind unter anderem Musiker, Schreibkräfte, und Computerfachkräfte aber auch Floristen, Friseure, Masseure und Physiotherapeuten. Des Weiteren können bestimmte Bakterienstämme eine Sehnenscheidenentzündung auslösen, meistens in Folge einer Verletzungen.

Der Verlauf und Symptome einer Sehnenscheidenentzündung
Die akute Entzündung geht meist einher mit Druckempfindlichkeit entlang der Sehen, Überhitzung, Rötung und Schmerzen an der entzündeten Stelle, insbesondere bei Bewegungen. Chronisch manifestierte Tendovaginitis weist zusätzlich noch vermehrte Knötchenbildung am betroffenen Gebiet auf, die teilweise zu schmerzhaften Reibungen führen.

Behandlungsmöglichkeiten der Tendovaginitis
Grundsätzlich wird damit begonnen die entzündete Stelle ruhig zu stellen. Dies kann mittels Schienen, Gips oder Verbänden passieren. Auch ist es wichtig, die betroffene Stelle zu kühlen, um Entzündung und Schwellung entgegenzuwirken. Die Tätigkeit, welche vermeintlich die Sehnenscheidenentzündung ausgelöst hat, ist bis auf Weiteres zu vermeiden. Im zweiten Schritt können schmerzlindernde und entzündungshemmende Mittel verabreicht werden. Nicht-Steroidale Antirheumatika sind dabei meist die erste Wahl. Sie bekämpfen sowohl den Schmerz als auch die Entzündung, ohne stark auf Körper und Stoffwechsel einzuwirken. Auch lokal angewendete entzündungshemmende Salben, eventuell mit Kortison, helfen bei der Linderung der Schmerzen und beim Abschwellen. In Extremfällen werden auch örtliche Betäubungsmittel injiziert, um den Schmerz möglichst schnell zu bekämpfen. Wenn die Entzündung durch einen bakteriellen Erreger verursacht wurde, kann dieser mit einer Gewebeanalyse im Labor bestimmt werden und ein zielgerichtetes Antibiotikum verabreicht werden. In schweren, chronischen Fällen kann der letzte Ausweg der operative Eingriff sein. Dabei wird die Sehnenscheide erweitert, um die Reibung von Sehne und Sehnenscheide zu minimieren und somit beide zu entlasten.

Vorbeugung
Um einer Tendovaginitis vorzubeugen helfen schon simple Mittel. So können beispielsweise eine bessere Haltung am Arbeitsplatz, häufige Pausen, Aufwärmen und Dehnen die Beanspruchung von Sehnen und Sehnenscheiden verringern. Schon einfache Tricks können ein große Wirkung haben und vor einer langwierigen Erkrankung schützen.