Behandlung von Juckreiz - Linderung mit Kamille

Quarkpackungen können den Juckreiz lindern. Sie kühlen unter anderem auch bei einem Sonnenbrand. Kamille hilft bei der Regeneration Hautirritationen


Die Haut juckt und juckt und juckt, das Kratzen schafft nur kurzfristig Linderung – was tun? Bei einer Juckreizattacke sollten zunächst die Auslöser erforscht werden. Vielleicht hat eine Schnake zugestochen, vielleicht schabt ein rauer Pulli auf der Haut, vielleicht wird eine neue Hautcreme nicht vertragen, oder es besteht ein leichter Sonnenbrand. Ist die Ursache gefunden, gilt es, sie zu beseitigen, indem man zum Beispiel die Kleidung wechselt, die Haut sanft reinigt oder Schatten aufsucht. Zusätzlich helfen kühlende, Juckreiz lindernde Salben, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Neuen Juckreizattacken kann vorgebeugt werden, indem bei der Wahl der Kleidung auf natürliche Materialien gesetzt und Kosmetik mit möglichst wenig chemischen Zusätzen gewählt wird. Bei krankhaftem, chronischen Juckreiz helfen diese Erstmaßnahmen meistens nicht aus. Akute Neurodermitisattacken verlangen nach stärkeren Medikamenten, die der Arzt zusammenstellen sollte; heftige Allergien müssen erst mittels eines Prick-Tests auf ihren Auslöser untersucht und mit Antihistaminika bekämpft werden. Zudem ist es ratsam, einen Gesundheitscheck vorzunehmen, da Juckreiz eine Begleiterscheinung anderer Krankheiten sein kann.

 

Juckreiz lindern - Quarkpackungen kühlen, Kamille regeneriert
Auch bewähre Hausmittelchen und alternative Behandlungsansätze können zur Linderung des Juckreizes beitragen. Quarkpackungen kühlen bei Sonnenbrand; Kamilleumschläge helfen gereizter Haut, sich zu regenerieren. Zwiebelscheiben, die auf die Haut gelegt werden, wird ebenfalls eine wohl tuende Wirkung nachgesagt – allerdings sollten sie niemals mit offenen Hautbereichen in Verbindung kommen. Nicht zuletzt kann ein Eisbeutel den Juckreiz eindämmen. Bei Patienten, die unter chronischem Juckreiz mit kaum bezwingbaren Kratzattacken leiden, haben sich verschiedene Methoden der Tiefenentspannung als segensreiche Zusatzbehandlungsmethode erwiesen. Auch eine professionell durchgeführte Akupunktur wird von Betroffenen als heilungsfördernd beschrieben.

Kortison nur unter Aufsicht des Arztes verwenden
In der Schulmedizin werden entzündungshemmende, betäubende oder antiallergische Wirkstoffe bevorzugt. Eine effektive Waffe im Kampf gegen Juckreiz ist Kortison. Kortison sollte aber nicht dauerhaft verwendet werden; eine Überwachung durch den Arzt ist unabdingbar. Salben mit einer geringen Dosis an Hydrokortison sind rezeptfrei erhältlich, sollten aber mit größtmöglicher Vorsicht und nie auf offene Stellen oder Schleimhäute auftragen werden. Salben mit Kortison oder betäubenden Substanzen sind vor allem dann sinnvoll, wenn der Teufelskreis des Juckreizes so weit fortgeschritten ist, dass die Haut keine Chance mehr hat, sich zu regenerieren. Sobald die Heilung einsetzt, sollten die Salben reduziert werden. Antihistaminika können in Tablettenform eingenommen werden und sind in verschiedenen Darreichungsformen rezeptfrei erhältlich. Bei Neurodermitispatienten wird außerdem auf eine Bestrahlung in medizinischen Solarien gesetzt, welche die Heilung der Haut fördern und den Juckreiz lindern kann.