Beifuß: Wirkung und Verwendung

Beifuß (Artemesia vulgaris) findet Verwendung in der Küche und Kosmetik und wirkt von Kopf bis Fuß.


Beifuß ist eine europäische Wildpflanze, in der Tradition auch heilige Pflanze oder Zauberpflanze genannt. Der Ursprung des Namen liegt darin, dass man damals den Wanderern Beifuß in die Schuhe legte oder es an das Bein gebunden worden ist, um denjenigen bei seinem Marsch vor Gefahren zu schützen und dafür zu sorgen, dass er nicht zu schnell ermüdete. Ebenfalls diente es der Heilung und zur Unterstützung der Fruchtbarkeit von Tieren und Gebärenden.

So wird Beifuß heut verwendet
Beifuß, dem ein herber aromatischer Geruch nachgesagt wird, wird mit seinem bitterlichen Geschmack vor allem für fette und schwere Gerichte in der Küche verwendet. Ganz beliebt und typisch ist es für die Zubereitung der Weihnachtsgans. Auch in Soßen, Essigen und Kräuterölen, Käsegerichten und Gemüsepfannen findet es gern Verwendung. Aber nicht nur in der Küche ist es ein beliebter Helfer: In der Kosmetik wird es gern in Form von Fußbädern, Ölen und Salben angewandt, aber auch in der Parfümindustrie nutzt man die getrockneten Triebe.

So wirkt Beifuß auf den Organismus
Die Bitterstoffe fördern die Bildung von Gallenflüssigkeit und Magensaft und sorgen somit für eine bessere Verdauung üppiger Mahlzeiten. Beifuß wird auch Frauenkraut genannt, weil es eine entspannende und wärmende Wirkung auf die Gebärmutter und somit auf dem gesamten Unterleib hat. In der Frauenheilkunde wird es oftmals zum Fördern der Menstruation bei Zyklusstörungen angewendet. Aus dem Kraut lässt sich sehr schnell und einfach ein Aufguss für ein Fußbad anfertigen, was die Füße nach einem anstrengendem Tag wärmt und entspannt. Im Anschluss ist es sehr empfehlenswert eine Fußmassage mit Beifußöl durchzuführen, die zum einen sehr gut tut, wegen der wärmenden Wirkung, die wiederum hervorgerufen wird durch eine bessere Durchblutung und Zirkulation, und bei der mit Hilfe von kräftigen Massagegriffen in Richtung des Herzens Wassereinlagerungen im Gewebe und andere Schlackenstoffe abtransportiert werden können. Dabei ist es sehr wichtig viel stilles Wasser zu trinken, da nur dieses die Fähigkeit besitzt Schlackenstoffe zu binden um sie auszuschwemmen.