Beim Fasten Hunger und Magenbeschwerden

Sie haben beim Fasten Hunger? Das ist ganz normal, der Stoffwechsel muss sich erst umstellen, was bei Anfängern meist etwas länger dauert als bei Fasten-Erfahrenen.


Dass Sie beim Fasten Hunger bekommen, ist ganz normal - besonders in den ersten Tagen treten Hungergefühle auf, da der Stoffwechsel sich nämlich erst einmal umstimmen muss. Auch vom Kopf her muss man sich zunächst daran gewöhnen, dass man keine feste Nahrung mehr zu sich nimmt, denn man verbindet Nahrungsaufnahme immer mit etwas, das man kaut. Die Umstellung kann bei Fastenneulingen um die drei Tage dauern. Man sollte versuchen sich nicht auf das Hungergefühl zu konzentrieren, sondern eher nach einer ablenkenden Beschäftigung suchen. Im weiteren Verlauf der Kur stellt sich der Hunger als körperliches Gefühl aber ein und man hat lediglich ab und zu Appetit auf bestimmte Lebens- und Genussmittel.

Hunger beim Fasten - Stoffwechselumstellung unterstützen

  • Die anfängliche Stoffwechselumstellung beim Fasten kann man aktiv unterstützen, indem man einige Kleinigkeiten beachtet. Der erste Schritt schon vor dem Beginn der Fastenkur sind die Entlastungstage. Diese sollten unbedingt eingehalten werden.
  • Besser ist, man legt ein oder zwei Entlastungstage mehr ein, wenn man schon die Erfahrung gemacht hat, dass sich sonst ein starkes Hungergefühl einstellt. Je besser man diese Vorbereitung durchführt, desto einfacher kann der Körper die Umstellung auf einen kompletten Nahrungsentzug bewerkstelligen. Zusätzlich können Sie Einläufe machen, um dem Körper die Umstellung zu erleichtern.


Essende Menschen meiden und viel trinken

  • Von essenden Menschen sollte man sich möglichst fernhalten. Setzen Sie sich also nicht zu ihrer frühstückenden Familie an den Tisch. Machen Sie stattdessen lieber einen Spaziergang. Auch Supermärkte oder Einkaufspassagen mit Snack-Buden sollten Sie meiden. Der Anblick und Geruch von Essen weckt bekannterweise Appetit und verstärkt den Hunger. Auch hilft es enorm, den Kaumuskel still zu halten, also beispielsweise kein Kaugummi zu kauen. Es ist ohnehin ein Irrglaube, dass Kaugummikauen vom Hungergefühl ablenkt.
  • Trinken Sie dazu in regelmäßigen Abständen viel Wasser und Kräutertees. Dies füllt den Magen, sodass der Hunger mindestens abgeschwächt wird. Auf Säfte sollten Sie während der ersten Tage besser verzichten, da der enthaltene Fruchtzucker den Appetit und Hunger verstärkt.


Magenbeschwerden und Krämpfe

  • Beim Fasten Hunger zu bekommen, ist recht typisch, das Auftreten von Magenbeschwerden ist dagegen eher selten. Meist treten diese auf, wenn man mit Säften fastet und der Körper die Fruchtsäure nicht verträgt. Dies ist ein Phänomen, das durch den ungewohnten Nahrungsentzug und den leeren Magen zustande kommt. Daher verzichten Sie in den ersten Tagen am besten auf Säfte und trinken besser ungesüßte Kräutertees und Wasser.
  • Sind die Beschwerden sehr unangenehm oder auffällig stark, können Sie eine oder zwei Tage auf Schleim-Fasten umsteigen und bei Krämpfen auf Leberwickel ausweichen. Aus Reis, Leinsamen, Hafer oder Dinkel können Sie einen Schleim zubereiten. Dazu kochen Sie zwei bis drei Esslöffel der gewünschten Zutat in einem halben Liter Wasser kurz auf und lassen diese anschließend etwa 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.