Die Wahl des richtigen Teppichbodens ist gar nicht so leicht, wie man denkt. Beim Teppichkauf gibt es einiges zu beachten. Der Teppichrücken, die Bodenart und der Untergrundboden müssen beim Kauf berücksichtigt werden. Aber auch auf die richtigen Prüfsiegel muss genau geachtet werden, damit man sichergeht, dass der Teppich hochwertig und nicht gesundheitsgefährdend ist.
Die verschiedenen Arten
Generell unterscheidet man zwischen zwei Teppicharten, also Floor und Velours. Floor ist die Oberfläche des Teppichs. Hier gibt es wieder zwei Sorten, nämlich Schlinge und Bouclé. Qualitativ hochwertige Schlingenware ist robust und eigent sich auch für Räume, die stark belastet sind. Ein Veloursboden ist prinzipiell auch ein Floorboden: Hier sind die Schlingen jedoch aufgeschnitten, der Boden fühlt sich kuschelig weich an. Dieser ist also vor allem für Wohnräume geeignet.
Teppichkauf - Qualität kaufen
Qualität erkennt man an der Prüfung der Europäischen Norm 1307. Hat ein Teppich zum Beispiel das Teppichsiegel der „Europäischen Teppichgemeinschaft e.V.“ (ETG), entspricht er vollkomen der EU-Norm. Außerdem hat jeder Teppich eine Kontrollnummer. So lässt sich der Prüfprozess genauestens zurückverfolgen. Trägt ein Teppich dann noch das GuT-Siegel (steht für „Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden e.V.“), kann man sich sicher sein, dass der Teppich auf Emissionen und andere die Gesundheit gefährdende Stoffe geprüft wurde). Auch TÜV-Siegel bieten Auskunft über die Qualität eines Teppichs.
Verschiedene Räume erfordern unterschiedliche Böden
Wer eine Fußbodenheizung hat, hat keine Wahl bei der Verlegeart. Da sowohl der Wärmedurchlasswiderstand und die Antistatik stimmen muss, sollte der Teppichboden vollflächig verklebt werden. Das gleiche empfiehlt sich bei Teppichen, die extremen Belastungen standhalten müssen, also wenn der Teppich stark begangen wird aber auch auf Treppenstufen oder in Büroräumen. Eine Alternative ist hierbei jedoch auch die Fixierung des Bodens. Wer seinen Teppich gerne lose verlegen will, sollte einen Teppichboden mit Schaumrücken, Kautschuk oder Jute wählen. Der Raum darf jedoch die Größe von 20 Quadratmetern nicht überschreiten. Gerade schwerere Teppichböden eignen sich für die lose Verlegung. Die lose Teppichverlegung ist für PVC- oder Linoleumböden, aber auch für Parkett geeignet. Hat ein Teppich einen Glattschaumrücken ist die Verlegung mit Haftgitter empfehlenswert. Will man auf seinem Untergrundboden keine Rückstände hinterlassen, sollte man auf die vollflächige Verklebung verzichten.