Berufe im sozialen Bereich - Spannende Beispiele

Es gibt sehr viele Berufe im sozialen Bereich. Die Ausbildung kann in Form eines Lehrganges, eines Lehrberufes oder eines Studiums erfolgen.


Klassische Berufe im sozialen Bereich sind zum Beispiel Heilerziehungspfleger, Heilpädagoge und Sozialpfleger, aber auch Alten- und Krankenpfleger, Haus- und Familienpfleger sowie Logopäde, Physiotherapeut oder Rettungssanitäter, operationstechnische Assistenten, Ärzte und Krankenschwestern und –pfleger. In jedem Berufszweig besteht nochmals die Möglichkeit der Spezialisierung durch entsprechende Weiterbildungen, die Grundvoraussetzungen hängen von der Vorbildung ab.

Berufsfachschule Sozialpflege und Heilpädagogik

  • Für Schüler, die sich darüber im Klaren sind, welche Berufe im sozialen Bereich für sie infrage kommen, gibt es die Möglichkeit, die Berufsfachschule für Sozialpflege zu besuchen. Voraussetzung ist der Realschulabschluss, die Ausbildung dauert ein Jahr und endet mit einem weiteren schulischen Abschluss.
  • Während dieses Schuljahres erhalten die Schüler Einblick in die verschiedenen sozialpädagogischen, sozialpflegerischen und pflegerischen Berufe. Durch die Verbindung von Theorie und Praxis sowie des vierwöchigen Praktikums in der Altenpflege, im Gesundheitswesen oder der Sozialpädagogik bildet der Unterricht berufliche Grundlagen, die in der späteren Ausbildung äußerst nützlich sind.
  • Der Heilpädagoge ist einer der klassischen Berufe im sozialen Bereich. Seine Aufgabe besteht in der Hilfe für Menschen mit Entwicklungsproblemen unter Berücksichtigung der geistigen, körperlichen und seelischen Umstände aber auch der gesellschaftlichen Gegebenheiten im sozialen wie familiären Umfeld. In seinem Beruf arbeitet er mit anderen Gruppen aus dem Bereich Sozial- und Gesundheitswesen zusammen, um so die besten Möglichkeiten für seinen Schützling zu finden.
  • Anders als in medizinisch-therapeutischen Berufen liegt der Schwerpunkt der Heilpädagogen auf der Erkennung von Fähigkeiten und der Motivation zur Selbstbestimmung und nicht bei der Minderung oder Beseitigung von körperlichen oder geistigen Mängeln.

Weniger bekannte Berufsgruppen im sozialen Bereich

  • Zu den Pflegeberufen, die weniger bekannt sind, zählt der Haus- und Familienpfleger. Er kommt zum Einsatz, wenn ein Familienmitglied plötzlich krank wird oder aus anderen Gründen ausfällt. Die Aufgabe des Haus- und Familienpflegers beschränkt sich dabei nicht nur auf die Führung des Haushaltes, sondern beinhaltet gegebenenfalls auch die Betreuung der Hausfrau im Wochenbett oder im Krankheitsfall, die Versorgung von Säuglingen und Kleinkindern sowie von behinderten, kranken oder älteren Menschen. Dabei müssen die Haus- und Familienpfleger auch beratende Funktionen im Bereich Angebote über mögliche Hilfestellung aus dem sozialen Bereich übernehmen.
  • Die Tätigkeit ist allerdings im Allgemeinen nicht nur auf Familien beschränkt. Heim- und Familienpfleger sind auch in sozialen Einrichtungen, Pflege- und Wohnheimen anzutreffen sowie, neben der Vororttätigkeit, bei der ambulanten Versorgung.
  • Eine ebenfalls wenig bekannte Berufsgruppe für Berufe im sozialen Bereich ist die OTA (operationstechnische Assistentin). Sie hat eine ähnliche Funktion wie die OP-Schwester, ist aber in erster Linie für die Vorbereitung und den reibungslosen Ablauf einer Operation verantwortlich sowie für die Patientenvorbereitung, die OP-Dokumentation und die Vorratshaltung.